Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare aus ganz Bayern zu Gast im Münchner Justizpalast / Besuch der Weiße-Rose-Dauerausstellung / Bayerns Justizminister Eisenreich: "Bei der Justiz zu arbeiten, das bedeutet: Etwas Sinnvolles tun."
Bayerns Justizminister Georg Eisenreich hat heute (28. Juli) etwa 100 Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare aus ganz Bayern im Münchner Justizpalast empfangen. Eisenreich: "Bei der Justiz zu arbeiten, das bedeutet: Etwas Sinnvolles tun. Die Gerechtigkeit stärken. Für Menschen und mit Menschen arbeiten. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Vorbereitung auf das Staatsexamen und freue mich, wenn sich viele von Ihnen für eine Karriere bei der bayerischen Justiz entscheiden."
Die Veranstaltung begann mit einem Besuch der Dauerausstellung "Willkür im Namen des Deutschen Volkes", die die Zerstörung des Rechtsstaats durch die Nationalsozialisten plastisch vor Augen führt. Die Dauerausstellung wurde im April 2023 im Münchner Justizpalast neu eröffnet und bereits von mehr als 7.000 Menschen besucht. Im Zentrum steht Raum 253, der Sitzungssaal, in dem am 19. April 1943 der zweite Prozess des Volksgerichtshofs gegen 14 Angeklagte der "Weißen Rose" stattfand.
Laura Burens-Stratigakis, Staatsanwältin beim Bundesgerichtshof, diskutierte mit den Gästen nach einem Impulsvortrag über das Thema "Der Zeuge im Fokus: Herausforderungen der Staatsanwaltschaft bei Zeugenprozessen".
Einblicke in die Justizpraxis bekamen die Gäste in München unter anderem beim Meet & Greet mit der Präsidentin des Landgerichts München I, Dr. Beatrix Schobel, und mit Staatsanwältinnen und Staatsanwälten sowie Richterinnen und Richtern der bayerischen Justiz. Zum Abschluss des Programms stellte sich die Präsidentin des Amtsgerichts München, Dr. Sabine Gramm, den Fragen der Runde.
Fotos der Veranstaltung werden zeitnah unter Medienportal - Bayerisches Staatsministerium der Justiz verfügbar sein.
Ihren Mut zur Freiheit haben die Geschwister Scholl und vier ihrer Freunde mit dem Leben bezahlt. Wohin es führen kann, wenn die Dritte Gewalt im Staate ihre Unabhängigkeit verliert, zeigt die Dauerausstellung Willkür "Im Namen des Deutschen Volkes".
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… dass die Fachgerichtsbarkeiten, d.h. die Verwaltungs-, Arbeits-, Sozial- und Finanzgerichte in Bayern nicht zum Justizressort, sondern zum Geschäftsbereich der jeweiligen Fachministerien gehören?