Welche Rolle spielt KI im Rechtswesen? / Bayerns Justizminister Eisenreich diskutiert mit Expertinnen und Experten über Chancen und Risiken / Eisenreich: "Generative KI ist ein echter Gamechanger im Rechtsbereich."
Im November 2022 machte eine US-Firma ChatGPT kostenfrei für jedermann zugänglich. Inzwischen gibt es zahlreiche solcher Large Language Models und noch mehr Small Language Models und der Einsatz in Kanzleien und Unternehmen etabliert sich immer mehr. Auf Einladung von Bayerns Justizminister Georg Eisenreich diskutierte gestern (26. Februar) eine hochkarätig besetzte Expertenrunde in der Bayerischen Vertretung in Berlin über die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz im Rechtswesen. Minister Eisenreich in seiner Keynote: "Ich bin überzeugt, dass generative KI ein echter Gamechanger im Rechtsbereich ist."
Zur Unterstützung der Richterinnen und Richter in Bayern würden bereits zahlreiche innovative Legal Tech Anwendungen und KI erprobt, beispielsweise zur Entlastung der Gerichte bei Massenverfahren wie Fluggastklagen oder im Kampf gegen Kinderpornografie mit einer Suchmaschine für das Darknet.
Der bayerische Justizminister moderierte auch die anschließende Podiumsdiskussion. Über die bereits eingetretenen und noch zu erwartenden Auswirkungen von KI auf Rechtsmarkt und Gesellschaft diskutierten auf dem Panel:
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Viktor von Essen, Gründer von "Libra", einem Start-up, das sich mit der Automatisierung von Zivilprozessen mit Hilfe von KI befasst.
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Lina Keßler, Juristin, Legal Designerin und Vorstandsmitglied des Liquid Legal Institute e.V.
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Prof. Dr. Frauke Kreuter, Professorin für Statistik und Data Science an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In ihrem Podcast "DigDeep.de" beschäftigt sie sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft.
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Dr. Leif-Nissen Lundbaek, CEO und Co-Funder des KI-Unternehmens Noxtua.
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Stefan C. Schicker, Vorstandsvorsitzender des Legal Tech Verbands Deutschland.
Eisenreich: "Alle waren sich einig. KI ist kein kurzfristiger Hype, sondern KI ist gekommen, um zu bleiben. Es wird im Rechtsmarkt Gewinner und Verlierer geben."
Fotos der Veranstaltung sind unter Medienportal - Bayerisches Staatsministerium der Justiz verfügbar.
Ihren Mut zur Freiheit haben die Geschwister Scholl und vier ihrer Freunde mit dem Leben bezahlt. Wohin es führen kann, wenn die Dritte Gewalt im Staate ihre Unabhängigkeit verliert, zeigt die Dauerausstellung Willkür "Im Namen des Deutschen Volkes".
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… dass die Fachgerichtsbarkeiten, d.h. die Verwaltungs-, Arbeits-, Sozial- und Finanzgerichte in Bayern nicht zum Justizressort, sondern zum Geschäftsbereich der jeweiligen Fachministerien gehören?