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Landgericht Bayreuth

Justiz ist für die Menschen da – Recht Sicherheit Vertrauen

Rückschau

26. Juni 2026

Examensfeier2026 im Schwurgerichtssaal

Examensfeier für die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des 2. Juristischen Staatsexamens

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Am 26.06.2026 fand am Landgericht Bayreuth die Examensfeier für die erfolgreichen Absolventen der Examensjahrgänge Frühjahr und Herbst 2025 statt. Vor einer Rekord-Teilnehmerzahl von 160 festlich gekleideten Gästen eröffnete Matthias Burghardt, der Präsident des Landgerichts die Veranstaltung im Schwurgerichtssaal des Justizpalastes und erinnerte an die über 120jährige Historie dieses Gebäudes, die von der Kaiserzeit über die Zeit der Weimarer Republik, der Nazi-Zeit bis in die Zeit des Grundgesetzes reiche.  Dies mache anschaulich, auf welchem Fundament die Absolventinnen und Absolventen stünden und welche Wurzeln Sie mit sich trügen, wenn Sie genau hier ausgebildet und nun als zweifach examinierte Volljuristen von hier aus ihren juristischen Berufsweg beginnen würden. Sie hätten etwas geschafft, was nur sehr Wenige erreichen und von dem vielleicht sogar sie selbst nicht immer überzeugt gewesen seien, es jemals erreichen zu können. In Bayreuth werde diese Feier seit drei Jahren auch deshalb ausgerichtet, weil uns hier sehr klar sei, wie wichtig dieser eine Abend des Innehaltens, Gewahrwerdens und auch des Stolzes und Dankes für alle sei. Eingeschlossen seien dabei auch ausdrücklich Eltern, Partner, Lebensgefährten, denn der Erfolg sei auch auf deren dauerhafte moralische, menschliche, finanzielle und praktische Unterstützung zurückzuführen.

Burghardt bedankte sich nicht nur bei den zahlreich erschienenen Ehrengästen, sondern auch bei den mit der Ausbildung und Prüfung betrauten Angehörigen des Landgerichts für ihre großartige Unterstützung, bevor er den Absolventinnen und Absolventen einen Gedanken anvertraute, den er einem Zitat von Bonhoeffer entnahm, welches Teil der im letzten Jahr angebrachten Gedenktafel im Justizpalast ist:  „Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung.“

Es gebe heute nicht wenige Menschen, die behaupteten, der Einzelne könne gar nichts tun oder bewirken. Er sei zu klein oder zu unbedeutend oder es würde ohnehin nichts nützen. Burghardt machte deutlich, dass er diese Erklärungen für eine Ausrede aller Bequemen und Opportunisten halte, denn jeder einzelne könne zu jeder Zeit immer etwas tun und bewirken. Nicht bequemlich zu sein heiße, in seinem Leben einen Sinn zu sehen, eigene Grundsätze und Werte zu haben und nach ihnen das eigene Leben auszurichten. Nicht opportunistisch zu sein heiße, an diesen Grundsätzen und Werten auch dann festzuhalten, wenn es schwierig, nachteilig oder gar gefährlich sei.

In ihrem Grußwort bedankte sich Ministerialdirigentin Christine Freifrau von Massenbach, die Leiterin des Landesjustizprüfungsamt beim Bayerischen Staatsministerium der Justiz, bei allen Mitwirkenden am Ausbildungs- und Prüfungsstandort Bayreuth. Sie betonte die in Bayreuth erzielten herausragenden Noten, die in allen Bereichen über dem Landesdurchschnitt lägen und wünschte den Absolventinnen und Absolventen für ihr Privat- und Berufsleben Glück und Erfolg.

Thomas Engel, Vizepräsident der Regierung von Oberfranken, stellte in seinem Grußwort Überlegungen dazu an, ob die in Bayreuth erzielten herausragenden Examensergebnisse nicht nur mit der Pracht und Historie des Schwurgerichtssaals, sondern möglicherweise auch mit der des ebenso alten und prächtigen Landratssaals im Palast der Regierung von Oberfranken in Zusammenhang stünden. Zugleich warb er für einen Berufsweg in der Verwaltung und zeigte die damit verbundenen Gestaltungsmöglichkeiten auf.

Nach der feierlichen Zeugnis- und Geschenkübergabe erinnerte der Hauptamtliche Arbeitsgemeinschaftsleiter Arno Ponnath an manche Erlebnisse während der Referendarzeit und daran, wie sehr diese die Gruppe zusammengeschweißt und zur Persönlichkeitsentwicklung beigetragen hätten.

Als Vertreter der beiden Prüfungsgruppen bedankten sich Dr. Hendric König und David Tillmann in sehr bewegenden Worten für die Betreuung und persönliche Zuwendung, die sie in Bayreuth erlebt und erfahren hätten. Sie betonten dabei die besondere Wertschätzung, die sie als Referendare von Seiten der Justiz erfahren hätten und die es aus ihrer Sicht so nur in Bayreuth gäbe.

Nach dem offiziellen Teil fand im prachtvoll hergerichteten Festsaal des Justizgebäudes II die Examensfeier ihre gesellige Fortsetzung. Begleitet wurde auch dieser Teil von dem Musiker Thomas Grzonka. Bei Speisen und Getränken sowie Tanz und Musik bis in die späten Nachtstunden hatten alle eine wunderbare Gelegenheit zu Wiedersehen, Austausch und ausgelassenem Feiern.

23. Juni 2026

Völkerrecht Michael Bock _18_

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der Juristischen Gesellschaft für Ober- und Unterfranken  
"Völkerrecht im Nahen Osten - Geschichtliche Entwicklung und aktuelle Situation"

Referent Michael Erhard Bock, Völkerrechtler und vormaliger deutscher Botschafter in Kairo und Amman

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Am 23.06.2026 fand im Bayreuther Landgericht ein Themen- und Diskussionsabend der Juristischen Gesellschaft für Ober- und Unterfranken zum Thema „Völkerrecht im Nahen Osten“ statt. Als fachkundigen Referenten hatte Matthias Burghardt, der Präsident des Landgerichts und Bayreuther Sektionssprecher der Juristischen Gesellschaft, Michael Bock, vormals Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Jordanien und Ägypten, eingeladen.  

In seiner einleitenden Begrüßung betonte Burghardt die Brisanz des Themas, die es schon immer gegeben habe, nach den Terroranschlägen der Hamas im Oktober 2023 und dem darauffolgenden Gaza-Krieg durch den aktuellen Krieg in Iran und Libanon aber noch einmal erheblich gesteigert worden sei. Offensichtlich schienen die völlig zu Recht auch heute noch empfundene Scham über die monströsen deutschen Verbrechen an den Juden in der NS-Zeit, die daraus erwachsenen Verpflichtungen Deutschlands gegenüber dem Staat Israel, eine nie so ganz klar formulierte Staatsräson, zugleich die insbesondere in den Nürnberger Prozessen eingegangenen Gelübde Deutschlands zur Verteidigung des Völkerrechts überall auf der Welt bei deutschen Politikern zu Dilemmata zu führen, die für den Beobachter Zweifel an der Glaubwürdigkeit Deutschlands in die ein oder andere Richtung aufkommen lassen. Wir alle müssten leider feststellen, dass die Geister der Vergangenheit, insbesondere der Antisemitismus, in Deutschland nie wirklich ausgerottet gewesen seien und jetzt wieder auf den Plan träten. So habe sich etwa seit 2022 die Zahl der Übergriffe auf Juden in Deutschland verdreifacht. Die Fahnen Israels und Palästinas würden auch in deutschen Innenstädten gegeneinander antreten. Wechselseitiges Zuhören, Diskussionen finde kaum mehr statt und wenn, seien diese Diskussionen oft vergiftet und mündeten in die immer gleichen wechselseitigen Anklagen. Kritik an der israelischen Regierung werde von einigen benutzt, um ihren Antisemitismus zu verbrämen, ehrlich und freundschaftlich gemeinte Kritik anderer werde zu Unrecht als antisemitisch verunglimpft. Wir alle seien scheinbar in einem Dilemma gefangen. 

Vor den zahlreichen Gästen und Juristen aller Berufsgruppen spannte der Jurist und Diplomat Michael Bock in seinem Vortrag einen weiten Bogen vom aktuellen Krieg zwischen Israel, Iran und Libanon bis zum Gaza-Krieg und den Folgen des Hamas-Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023.

Bock begann seinen Vortrag mit grundsätzlichen Überlegungen zum Völkerrecht. Es sei „die unpräziseste unter allen Rechtswissenschaften“ und zugleich wohl die politischste. Politiker müssten Entscheidungen oft unter erheblicher Unsicherheit treffen. Häufig verfügten sie nicht über wesentlich mehr Informationen als die Öffentlichkeit. Gleichzeitig erinnerte Bock daran, dass das Völkerrecht in Deutschland einen hohen Rang genieße. Die allgemeinen Regeln des Völkerrechts gingen nach dem Grundgesetz den einfachen Gesetzen vor. Genau daraus entstünden in Krisenzeiten schwierige Konflikte.

Mit Blick auf den jüngsten Krieg gegen den Iran bezog der frühere Botschafter deutlich Stellung. Der Angriff sei völkerrechtlich als Angriffskrieg zu bewerten, sagte Bock. Daran ändere auch die kritische Sicht auf das iranische Regime nichts. Die Behauptung, ein iranischer Angriff auf Israel habe unmittelbar bevorgestanden, sei bislang nicht belegt worden. Selbst die Anreicherung von Uran oder die Entwicklung ballistischer Raketen rechtfertigten nach den Regeln des Völkerrechts keinen militärischen Angriff. Besorgt zeigte sich Bock über die Haltung der Vereinigten Staaten. Unter Präsident Donald Trump spiele das Völkerrecht in der amerikanischen Außenpolitik kaum noch eine Rolle. Das sei „ganz dramatisch“, weil damit ein Rückfall in Zeiten drohe, die man eigentlich überwunden geglaubt habe.

Den zweiten Teil seines Vortrags widmete Bock dem Krieg in Gaza. Der Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 sei ein massives Kriegsverbrechen gewesen, verbunden mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit und genozidalen Aspekten. Mit rund 1200 Todesopfern und zahlreichen Geiseln sei es das schwerste Verbrechen gegen Juden seit der Shoah gewesen. Zugleich warnte Bock davor, den 7. Oktober als historische „Stunde Null“ zu betrachten. Der Konflikt habe eine lange Vorgeschichte. Das erkläre die Ereignisse, rechtfertige sie aber keineswegs. Ausdrücklich setzte sich der ehemalige Diplomat mit dem Begriff der deutschen Staatsräson auseinander. Die Sicherheit Israels sei ein zentrales politisches Anliegen Deutschlands. Er plädierte jedoch dafür, den Begriff nicht juristisch zu überfrachten. Staatsräson bedeute für ihn vor allem, „einem politischen Freund in Not beizustehen“. Daraus lasse sich nicht ableiten, dass andere Rechtsgüter automatisch zurückstehen müssten.

Die israelische Reaktion auf den Hamas-Angriff bewertete Bock differenziert. Israel habe selbstverständlich das Recht, sich gegen Angriffe zu verteidigen. Dies gelte insbesondere auch gegenüber der Hisbollah im Libanon. Gleichzeitig verwies er auf die dramatischen Folgen des Krieges im Gaza-Streifen. Zehntausende Menschen seien getötet worden, große Teile des Gebietes zerstört. Das Kriegsvölkerrecht erlaube zwar unter bestimmten Voraussetzungen auch Angriffe, bei denen zivile Opfer nicht vollständig ausgeschlossen werden könnten, Israel sei jedoch verpflichtet, solche Schäden möglichst gering zu halten.

Klar widersprach der Diplomat jeder Form von Vergeltungslogik. Das Prinzip der Reziprozität (Gegenseitigkeit) als eines der wichtigsten Grundprinzipien des Völkerrechts rechtfertige zwar grundsätzlich entsprechende Gegenmaßnahmen, dies gelte aber ausdrücklich nicht für Menschenrechtsverletzungen. Die Verbrechen der Hamas an israelischen Zivilisten rechtfertigten daher auch völkerrechtlich keine Verbrechen gegen Palästinenser.

Breiten Raum nahm die Diskussion über internationale Gerichte ein. Bock verwies auf den Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Sollte Netanjahu nach Deutschland kommen, müsse dieser Haftbefehl grundsätzlich vollstreckt werden. Dies gelte auch für amtierende Staats- und Regierungschefs. Auch auf das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs von 2024 ging Bock ein. Danach sei die israelische Besatzungspolitik in den Palästinensergebieten rechtswidrig. Die Siedlungen müssten geräumt werden. Zugleich verwies er auf die laufende Debatte über mögliche Verstöße gegen die Völkermord-Konvention. Ob tatsächlich ein Genozid vorliege, wollte Bock nicht abschließend bewerten. Allerdings könne es in dieser Frage „juristisch eng werden“, betrachte man insbesondere die Ausführungen der beiden rechtsextremen israelischen Minister Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich.Am Ende seines Vortrags warb der frühere Botschafter für Zurückhaltung und internationale Zusammenarbeit. Deutschland müsse sich um Deeskalation bemühen und dürfe nicht selbst Teil des Konflikts werden. Zugleich kritisierte er die mangelnde Geschlossenheit Europas. Die großen Staaten blockierten sich gegenseitig. Gerade deshalb werde es immer schwieriger, auf die Konflikte im Nahen Osten mit einer gemeinsamen europäischen Haltung zu reagieren.

21. Juni 2026

Matinée mit Liedern von Georg Kreisler

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Traditionsgemäß eröffnete das Landgericht Bayreuth die Reihe seiner diesjährigen Kulturveranstaltungen mit einer Matinee am Sonntag, 21.06.2026 vor ausverkauftem Haus im Festsaal des Justizgebäudes II. Matthias Burghardt, der Präsident des Landgerichts, begrüßte die 120 Gäste und wies dabei auf die Bedeutung dieser Veranstaltungen hin, die vor allem dem Kennenlernen der Bayreuther Justiz, seiner Arbeit und der bei der Justiz beschäftigten Menschen dienten, die 7 Tage die Woche und 24 Stunden täglich für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar sei. 

In der Matinee standen Lieder und Texte von Georg Kreisler im Mittelpunkt, die von dem Erlanger Schauspieler, Musiker und Regisseur Stefan Rieger auf unnachahmliche und berührende Weise dargeboten, gespielt, gesungen und gelesen wurden. Rieger hatte Georg Kreisler (1922 – 2011) noch persönlich kennenlernen dürfen und so bekamen die Zuhörer nicht nur einen zweistündigen Kunstgenuss ganz besonderer Art, sondern auch einen tiefen Einblick in das Leben Kreislers. Als in Wien geborener österreichischer Jude musste er früh leidvolle Erfahrungen mit Antisemitismus in der österreichischen Gesellschaft machen, als bereits vor dem „Anschluss“ Österreichs christliche Schüler ihre jüdischen Mitschüler bespuckten und schlugen. Seinem Vater gelang es im Jahr 1938 gerade noch rechtzeitig, mit der Familie in die USA zu emigrieren, wo Georg Kreisler die US-amerikanische Staatsbürgerschaft erwarb und zum US-Militärdienst eingezogen wurde. Als deutschsprachiger Spezialist verhörte er nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs persönlich u.a. Julius Streicher, Gauleiter in Nürnberg und Herausgeber des antisemitischen Hetzblattes „Der Stürmer“. Mitte der 1950er Jahre kehrte Kreisler nach Europa zurück und war mit seinen Liedern und Werken schließlich erfolgreich. Sie sind geprägt von tiefschwarzem Humor und Sprachwitz, in denen immer ein Stück jüdischen Humors, den er selbst einmal als „Galgenhumor“ bezeichnete, aufscheint und die das in der Gesellschaft stets vorhandene, oft verborgene Böse offen zutage legen, sodass das Lachen darüber oft im Halse stecken bleibt. Die Zuhörer waren in gleicher Weise berührt und begeistert und ließen Rieger, der immer wieder in die Rolle Kreislers schlüpfte, nicht ohne zwei Zugaben von der Bühne. 

10. Juni 2026

Die legale Kunst des Heilens - eine "medikolegale" Fortbildung

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Unter dem Titel „Die legale Kunst des Heilens“ fand am 10.06.2026 im Klinikum Bayreuth und in einem Hörsaal des Medizincampus Oberfranken eine „medikolegale“ Fortbildung des Klinikums Bayreuth statt. Die erste Veranstaltung dieser Art in Bayreuth war auf Initiative von Prof. Dr. Christian Heim, Direktor der Klinik für Herzchirurgie, von Landgericht und Klinikum Bayreuth gemeinsam organisiert und als OLG-weite Fortbildungsveranstaltung angeboten worden. 

Ca. 25 Richterinnen und Richter aus den OLG-Bezirken Bamberg und Nürnberg hatten nach den notwendigen Einweisungen in Datenschutz und Hygienevorschriften zunächst eindrucksvolle Gelegenheit, bei einer Bypass-Operation und einer Magenverkleinerung im wahrsten Sinne des Wortes einen Schulterblick im Operationssaal zu wagen und die ebenso hochtechnisierte wie enormes medizinisches Können erfordernde Arbeit bei einer Operation hautnah zu beobachten. Dabei standen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte ebenso Rede und Antwort wie Prof. Dr. Christian Heim und Dr. Oliver Ponsel, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Die teilnehmenden Richterinnen und Richter konnten darüber hinaus ihre eigene Fingerfertigkeit an einem OP-Simulationsgerät unter Beweis stellen.


Medikolegales Kolleg 10.06.2026 _ 64_

Im Anschluss fand ein medikolegales Kolleg im Hörsaal des Medizincampus Oberfranken statt. In Anwesenheit auch vieler Ärztinnen und Ärzte aus verschiedenen Abteilungen des Klinikums und einführenden Worten von Prof. Dr. Christian Heim hielten der Präsident des Landgerichts Bayreuth, Matthias Burghardt, sowie der Geschäftsführer der Klinikum Bayreuth GmbH, Dietmar Pawlik, Grußworte, in welchen sie jeweils hervorhoben, wie wichtig ein interdisziplinärer Austausch auch für die Qualität des eigenen Arbeitens ist.

Die interdisziplinäre Zuhörerschaft aus Juristen und Ärzten folgte sodann einem anschaulichen Vortrag von Prof. Dr. med. Michael Weyand, Senior Consultant der Klinik für Herzchirurgie und langjähriger gerichtlicher Gutachter. Dieser berichtete anhand von Fallbeispielen aus seiner gutachterlichen Tätigkeit und diskutierte lebhaft mit den Teilnehmern.

Im Anschluss referierten Peter Wiemer, Vizepräsident des Landgericht Nürnberg-Fürth, sowie Stefan Rackelmann, Vorsitzender Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth, über juristische Anforderungen an eine Aufklärung mit ebenso vielen Nachfragen aus der Zuhörerschaft.

Die gelungene Veranstaltung fand sodann ihren Abschluss in der Eröffnung der Ausstellung „Kunstherz“ im Foyer des Medinzincampus. Alle Teilnehmenden aus Ärzte- und Richterschaft waren sich einig in dem Wunsch, das medikolegale Kolleg zu einer festen Einrichtung in Bayreuth werden zu lassen.  

Januar 2026

Übergabe der Weihnachtsspende 2025 an den Verein "Weißer Ring e.V."

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Auch bei der diesjährigen Weihnachtsfeier entschied sich das Personal des Landgerichts dazu, statt der üblichen „Wichtelaktion“ eine kleine Versteigerung für den guten Zweck durchzuführen. Wer wollte, konnte ein kleines Geschenk zur Weihnachtsfeier mitbringen, das dann dort durch den Personalrat unter allen Anwesenden versteigert wurde. Die Aktion wurde wieder von allen Mitarbeitenden gut aufgenommen am Ende kamen stolze 700 EURO zusammen, die nun durch die  Vertreter des Personalrats, Carsten Katholing, Vanessa Richter und Steffen Pickert der Organisation „Weißer Ring e.V.“  feierlich im Justizpalast übergeben werden konnte. Die Spende wurde mit großer Freude und Dankbarkeit entgegen genommen und soll nun vor allem im Bereich der Präventions- und Jugendarbeit, u.a. in den Ausbau von neuen Schul-Präventiosnprojekten zu den Themen „Demokratie, Rechtsstaat und Grundrechte, sowie Hass  & Gewalt im Netz etc.“ fließen.

Übergabe Weihnachtsspende des LG Bayreuth i.H.v. 700 Euro an den Weißen Ring Bayreuth e.V. am 28. Januar 2026
Übergabe Weihnachtsspende des LG Bayreuth i.H.v. 700 Euro an den Weißen Ring Bayreuth e.V. am 28. Januar 2026

27. November 2025

Öffentliche Präsentation der Ergebnisse des Forschungsprojekts "Sondergericht und Volksgerichtshof in Bayreuth" mit Einweihung einer Gedenktafel im Justizpalast

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Am 27.11.2025 wurden im Justizpalast die Ergebnisse des Forschungsprojekts des Landgerichts Bayreuth „Sondergericht und Volksgerichtshof in Bayreuth“ in einer Feierstunde der Öffentlichkeit vorgestellt. 


Matthias Burghardt, der Präsident des Landgerichts, begrüßte im Schwurgerichtssaal die zahlreich erschienenen Gäste, darunter hochrangige Vertreter aus Justiz, Politik, Behörden, Wissenschaft, den bayerischen Staatsarchiven und weiteren gesellschaftlichen Institutionen, sowie die Vertreter der Medien. So nahmen etwa die Präsidentin Dr. Karin Angerer und der Vizepräsident Leander Brößler des OLG Bamberg, der Generalstaatsanwalt Bamberg Wolfgang Gründler, die Präsidenten des Polizeipräsidiums Oberfranken, des Verwaltungsgerichts und des Sozialgerichts Bayreuth, Jürgen Miketiuk, der Leiter des Bundespolizeiaus- und fortbildungszentrums Bamberg sowie die Vertreter des Bayerischen Hauptstaatsarchivs und des Staatsarchivs Bamberg teil. Einführend stellte Burghardt die Inhalte der rein ehrenamtlich von Richterinnen und Richtern des Landgerichts über mehr als 5 Jahre betriebenen Forschungsarbeit vor und betonte die Motivation für dieses Projekt. Den Angehörigen des Landgerichts sei stets bewusst gewesen, dass mit der Forschungsarbeit das zweimalige Versagen der deutschen Justiz in und nach der NS-Zeit nicht wiedergutgemacht werden könne, aber man habe das bisherige ‘Nichts‘ auszufüllen versucht mit einer belegten Erinnerung an das, was im Namen der deutschen und auch der Bayreuther Justiz im Dritten Reich geschehen und nach dem 2. Weltkrieg unterlassen worden sei. Er bedankte sich bei allen, die diese Forschung betrieben und unterstützt haben.   

Der Bayerische Staatsminister der Justiz Georg Eisenreich, begleitet vom Amtschef des Ministeriums Ministerialdirektor Dr. Winfried Brechmann, dem Ministerialdirigent Dr. Carsten Schulz und der Regierungsdirektorin Fabienne van Huet sowie weiteren Personen des Ministeriums, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Bayreuther Forschungsarbeit, gerade in der heutigen Zeit wachsender Angriffe gegen Demokratie und Rechtsstaat, und wies auf eigene Projekte des Ministeriums zum Gedenken an Justizunrecht in der NS-Zeit hin.

Auch der Generaldirektor der Bayerischen Archive Dr. Bernhard Grau und der Regierungspräsident von Oberfranken Florian Luderschmid, zugleich Vorsitzender des Stiftungsrats der Oberfrankenstiftung, die das Projekt großzügig finanziell unterstützt hatte, würdigten die Arbeit des Landgerichts und betonten die Notwendigkeit und besondere Bedeutung einer intensiven Befassung mit Justizunrecht sowohl für die Region als auch für künftige Archivarbeit. 

Die Festrede hielt Prof. Dr. Christoph Safferling, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Völkerrecht an der FAU Erlangen-Nürnberg, zugleich Direktor der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien und damit eng befasst mit dem bleibenden Erbe der Nürnberger Prozesse. Unter der Überschrift „Sondergerichte und Volksgerichtshof - Einbindung der Justiz in die NS-Doktrin“ rief er die systematische Demontage des Rechtsstaats in der NS-Zeit und die völlige Gleichschaltung der Justiz mit der völkischen Lehre des Nationalsozialismus in Erinnerung.

In einer bewegenden Videobotschaft schilderte die Journalistin und Autorin Renate Reckziegel, Enkelin einer vom Sondergericht Bayreuth im September 1942 verurteilten Frau, ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit der Befassung der Geschichte ihrer Großmutter und die persönliche Befriedung, die sie mit der Aufarbeitung des sich über Generationen weitergetragenen familiären Schicksals erleben durfte.     

Der bewegende Charakter der gesamten Veranstaltung wurde weiter betont durch die musikalische Begleitung von Prof’in Miku Nishimoto-Neubert (Piano) und Ralitsa Bogdanova (Violine und Gesang) und ihrem berührenden Vortrag insbesondere ausgewählter Stücke jüdischer Komponisten.

Im Anschluss an die Festveranstaltung enthüllten der Bayerische Staatsminister der Justiz gemeinsam mit dem Präsidenten des Landgerichts die im Justizpalast aus Anlass der Forschungsprojekts angebrachte Gedenktafel, mit der nun dauerhaft an das zweimalige Versagen der deutschen, auch der Bayreuther Justiz, sowie an die dadurch verursachten Leiden erinnert wird. Burghardt hatte in seinen Schlussworten betont, dass es sich nicht etwa um ein Versehen handele, dass die Texte der Gedenktafel ohne Satzpunkte endeten. Das Landgericht sei der Meinung gewesen, dass es das aktuelle Geschehen in der Welt und in Deutschland nicht zulasse, hinter irgendeinen dieser Sätze einen Punkt zu machen.

Zum Abschluss der Veranstaltung eröffnete der Staatsminister die vor dem vormaligen Sitzungssaal 100 (heute 1.049) angebrachten Info-Stelen, auf denen Besucherinnen und Besucher sich künftig über die Inhalte der Forschungsarbeit informieren können.

Bei einem anschließenden Empfang konnten sich die Gäste ein eigenes Bild von den Installationen machen.     

30. Oktober 2025

Gemeinsamer Schöffentag der Landgerichtsbezirke Bayreuth und Hof 

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Am Donnerstag, 30.10.2025, fand im Festsaal des Justizgebäudes II des Landgerichts Bayreuth der Schöffentag 2025 statt. Eingeladen waren alle aktiven Schöffinnen und Schöffen der Landgerichtsbezirke Bayreuth und Hof, gekommen waren schließlich mehr als 170 ehrenamtliche Richterinnen und Richter.

Matthias Burghardt, der Präsident des LG Bayreuth, dankte in seiner Begrüßung den Anwesenden für Ihre herausfordernde und mitunter auch fordernde Tätigkeit, betonte aber auch die Bedeutung der rechtsprechenden Gewalt für Rechtsstaat und Demokratie, gerade in der aktuellen Zeit des auch in westlichen Staaten zu beobachtenden Abbaus dieser Grundpfeiler. Auch Reiner Chwoyka, Präsident des LG Hof, dankte den Schöffinnen und Schöffen für Ihren wertvollen Dienst für die Justiz.

In seinem Vortrag mit dem Titel „Auf hoher See und vor Gericht“ stellte Dr. Volkmar Blendl, Chefarzt der Klinik für Forensische Psychiatrie am Bezirkskrankenhaus (BKH) Bayreuth, die tägliche Arbeit mit kranken Täterinnen und Tätern sowie die wichtige Unterstützung der Ärzte / Ärztinnen und Gutachter/innen bei gerichtlichen Entscheidungen vor. 

Nach einer Kaffeepause gab Roland Schmidt, der Schatzmeister des Landesverbands Bayern e.V. der Deutschen Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen, einen Einblick in die Verbandsarbeit und warb für eine rege Beteiligung daran.

In der anschließenden Mittagspause, in der zahlreiche Justizangehörige aus Bayreuth und Hof die Bewirtung mit reichlich Essen und Getränken übernahmen, konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgiebig stärken und untereinander austauschen.

Am Nachmittag verfolgten die Schöffinnen und Schöffen gebannt und höchst interessiert dem Vortrag von EKHK Hahn und KHK Dünzinger von der KPI Bayreuth zum Thema „Cybercrime - Die unsichtbare Kriminalität im digitalen Raum“. Der Vortrag machte deutlich, dass von Cybercrime nicht nur Staat und Wirtschaft, sondern jeder einzelne betroffen sein kann.

Nicht nur die vielen interessierten Fragen der Teilnehmenden machten deutlich, dass der Schöffentag ein voller Erfolg war, an dem viele Schöffenthemen angesprochen und diskutiert worden waren. Die begeisterten Teilnehmer wurden schließlich von den beiden Landgerichtspräsidenten mit herzlichem Dank verabschiedet.
 

25. September 2025

Tag des Rechts

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Am 25.09.2025 veranstaltete das Landgericht Bayreuth gemeinsam mit dem WWG Bayreuth zum mittlerweile zweiten Mal in Bayreuth einen „Tag des Rechts“. Der Teilnehmerkreis waren in diesem Jahr die knapp 90 Schüler des aktuellen Abiturjahrgangs des WWG.

Den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern wurde an diesem Tag Gelegenheit gegeben, sich mit unserem Rechtsstaat und verschiedenen Berufen, die in diesem Rechtsstaat tätig sind, auseinanderzusetzen und diese kennenzulernen.

Am Vormittag kam der gesamte Jahrgang ins Landgericht Bayreuth, um nach einer kurzen Begrüßung an verschiedenen Straf- und Zivilsitzungen am Amts- und Landgericht Bayreuth teilzunehmen. Sie hatten im Nachgang jeweils die Möglichkeit mit dem erkennenden Gericht das Verfahren nachzubesprechen und Fragen zu stellen.

Der Nachmittag fand dann am WWG in Bayreuth statt. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Schulleiter des WWG, Herrn Martin Schmidt, wurde den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten durch Herrn Präsidenten des Landgerichts Matthias Burghardt in der Aula des WWG eine kurze Einführung zum Thema „Rechtsstaat in der heutigen Gesellschaft und welche Rolle jeder einzelne spielen kann“ gegeben. 

Im Anschluss konnten die Schüler in drei Zeitschienen unterschiedliche Vorträge besuchen.

Wir freuen uns sehr, dass wir für diesen Tag wieder engagierte Praktiker aus den unterschiedlichsten Bereichen der Rechtsprechung und Rechtsanwendung gewinnen konnten, die den Schülern Einblicke in ihren Beruf aufzeigten und diese zum gegenseitigen Austausch animierten:

Vortrag VRi'in Roggenbrod

Durch die Vorsitzende Richterin am Landgericht Katharina Roggenbrod wurde den Schülern ein spannender Einblick in die verschiedenen Tätigkeitsfelder der ordentlichen Gerichtsbarkeit gegeben.

Vortrag RiVG Wutz

Dass Staatsgewalt in Deutschland nicht grenzenlos ist, sondern ebenso an Recht und Gesetz gebunden ist und kontrolliert werden kann, erläuterte Richter am Verwaltungsgericht Bayreuth Michael Wutz.

Vortrag RA Dr.Bookjans

Natürlich durfte auch die Tätigkeit des Rechtsanwalts bei den Berufsbildern in unserem Rechtsstaat nicht fehlen. Dies anhand eines außergewöhnlichen, vom klassischen Anwalt etwas abweichenden Werdegang des Syndikusanwalts und Fachanwalts für Patentrecht, Dr.-Ing. Martin Bookjans

29. Juni 2025

Ensemble Lewandowski beim Landgericht Bayreuth

Kulturveranstaltungen der Justiz

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Die Kulturveranstaltungen der Justiz in Zusammenarbeit mit dem Fränkischen Theatersommer feiern in diesem Jahr ihr fünfjähriges Jubiläum und erfreuen jährlich mehr und mehr Zuschauer aus dem gesamten oberfränkischen Raum.

Den Auftakt machte in diesem Jahr eine Matinée in dem erst Ende 2024, nach langjähriger Restaurierung, in neuem Glanz erstrahlenden Festsaal des Justizgebäudes II.  Ein besonderes Schmankerl für alle Liebhaber schwungvoller Streicherkompositionen bot das Ensemble Lewandowski – Ungarischer Salon. Das aus vier virtuosen Musikern der Bamberger Symphoniker bestehende Ensemble (Boguslaw Lewandowski – Violine, Michael Hamann – Violine, Zazie Lewandowski – Viola,  Mátyás Németh – Kontrabass) und der Pianistin Beate Roux begeisterte die 120 Zuhörer mit einem breiten Repertoire aus Kompositionen und Salonstücken von Komponisten des 19. Jahrhunderts wie Edward Elgar, Antonin Dvořák, Fritz Kreisler und viele andere. Dazu kamen bekannte Operetten-Arien, Tanzmusik sowie ungarische Romanzen und temperamentvoller Csárdás. 

Trotz sommerlich heißer Temperaturen „feuerten“ die Musiker dem Publikum mitreißend ein und wurden am Ende des Konzerts mit Zugabewünschen und „standing ovations“ begeistert gefeiert.

27. Juni 2025

Die Absolventen der Jahrgänge 2024- I und -II mit ihren Ausbildern

Feierstunde zum erfolgreichen Abschluss

des Zweiten Juristischen Staatsexamens

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Nachdem die Juristenausbildung des Landgerichts Bayreuth bereits im letzten Jahr durch die Einführung einer festlichen Feierstunde für die im Landgerichtsbezirk Bayreuth zu Volljuristen ausgebildeten Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare bayernweit Pionierarbeit geleistet hatte, wurden am 27.06.2025 die Absolventinnen und Absolventen, diesmal jene der Examensjahrgänge 2024-I und 2024 II feierlich verabschiedet.

Die von Eltern, Partnerinnen und Partnern begleiteten Absolventinnen und Absolventen wurden für ihre besonderen Leistungen im geschmückten Festsaal des Justizgebäude II, musikalisch umrahmt durch Alfred Hofmann, gebührend gewürdigt.

Freifrau Christine von Massenbach, Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes beim Bayerischen Staatsministerium der Justiz, Dr. Karin Angerer, Präsidentin des OLG Bamberg, und Matthias Burghardt, Präsident des Landgerichts Bayreuth, übergaben ihnen dabei ihre Zeugnisse. Der Landgerichtspräsident führte den Absolventen in seiner Ansprache vor Augen, dass sie in jedem der von ihnen zu ergreifenden oder bereits ergriffenen Berufe Verantwortungsträger seien und die Wahrnehmung dieser Verantwortung in einer immer komplizierteren, zum Teil faktenbefreiten Welt, in der Angriffe auf die Grundfesten des Rechtsstaats immer alltäglicher seien, von ihnen Mut erfordere. Diesen Mut, den Generationen von Volljuristen vor ihnen noch nicht in diesem Ausmaß gebraucht hätten, wünschte er ihnen.

Jeder einzelne sei verantwortlich dafür, den Idealen eines demokratischen Rechtsstaates nicht untreu zu werden und für diese, insbesondere auch gegen Widerstand, einzutreten und damit dazu beizutragen, den Rechtsstaat zu verteidigen.

Grußworte hielten der Präsident der Regierung von Oberfranken Florian Luderschmid, Freifrau Christine von Massenbach und Frau Dr. Karin Angerer. Nach der Zeugnisübergabe sprachen auch noch die hauptamtliche Arbeitsgemeinschaftsleiterin beim Landgericht Bayreuth Richterin am Landgericht Dr. Alexandra Krämer sowie die Absolventen Sven Lehner und Philipp Prochota.

Neben den Vertretern der Behördenleitungen der Bayreuther und Kulmbacher Justizbehörden folgte auch Tina Maria Steiner als Vertreterin der Universität Bayreuth der Einladung des Landgerichts.

Die Veranstaltung war ins Leben gerufen, um der langen und umfassenden Ausbildung zum Volljuristen einen würdigen Abschluss zu verleihen und die Nachwuchsgewinnung auch für die Justiz zu fördern. 

Die Absolventinnen und Absolventen sowie ihre Familienangehörigen und Partner/innen waren ebenso dankbar wie begeistert von der Gestaltung der Veranstaltung, dem äußeren Ambiente und vor allem von der Anerkennung ihrer Leistungen. 

27. Juni 2025

Team Justiz Bayreuth 1 beim Firmenlauf

Bayreuther Justiz beim Kurier Firmenlauf 2025

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Team Justiz Bayreuth 1

Mit einem großen Team motivierter Läuferinnen und Läufer nahm die Bayreuther Justiz in diesem Jahr beim KURIER Firmenlauf 2025 am 27.06.2025 teil. Bei perfekten sommerlichen Temperaturen waren die Teilnehmer mit einem gesunden Maß an sportlichem Ehrgeiz, vor allem aber mit Spaß auf der gut 5 km langen Strecke rund um den Bayreuther Siegesturm unterwegs.

Unser Team Justiz Bayreuth 1 erzielte hierbei in der Zeitwertung „Team mixed“ sogar einen beachtlichen 8. Platz unter den 64 antretenden Teams.

15. Januar 2025

Übergabe der Spende

Spendenübergabe 

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Übergabe der Spende
Übergabe der Spende

Das Personal des Landgerichts Bayreuth entschied sich bei der letzten Weihnachtsfeier im Dezember 2024 dazu, statt der üblichen „Wichtelaktion“ eine kleine Versteigerung für den guten Zweck durchzuführen. Wer wollte, konnte ein kleines Geschenk zur Weihnachtsfeier mitbringen, das dann dort durch den Personalrat unter allen Anwesenden versteigert wurde. Die Aktion kam bei allen Mitarbeitern gut an und am Ende kamen 500 EURO zusammen, die nun durch die beiden Vertreter des Personalrats, Kristin Distler und Carsten Katholing der Organisation „Hilfe für das behinderte Kind“ in Bayreuth übergeben wurden.

26. September 2024

JG II - akutell

Feier des erfolgreichen Abschlusses der Sanierung
des Justizgebäudes II des Landgerichts Bayreuth

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PräsLG Burghardt begrüßt die Gäste
PräsLG Burghardt dankte in seiner Begrüßung den anwesenden Vertretern von Oberlandesgericht Bamberg, Staatlichem Bauamt, Architekturbüro und Baufirmen sowie seinen eigenen Mitarbeitern.

Nach vier Jahren umfangreichster Sanierung von Fassade, Dach und Fenstern konnten die Bauarbeiten am Justizgebäude II im Jahr 2024 endlich fertiggestellt worden. Bemerkenswert ist, dass der Bauzeitenplan trotz Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schwierigkeiten wie Baustoffmangel, Lieferkettenunterbrechungen und Baupreiserhöhungen bei laufendem Betrieb des Gebäudes vollständig eingehalten werden konnte.

Dies feierte die Bayreuther Justiz mit einem feierlichen Akt am 26. September 2024 im Festsaal des Justizgebäudes II, zu dem zahlreiche hochrangige Vertreter des öffentlichen Lebens von Stadt und Landkreis Bayreuth, der Kirchen, der Universität, von Gerichten, Polizei und Behörden erschienen waren. In seiner Begrüßung dankte Matthias Burghardt, der Präsident des Landgerichts Bayreuth, den anwesenden Vertretern von Oberlandesgericht Bamberg, Staatlichem Bauamt, Architekturbüro und Baufirmen sowie seinen eigenen Mitarbeitern für die stets wertschätzende und reibungslose Zusammenarbeit, auf deren Ergebnis alle Mitwirkenden stolz sein könnten. Dem anwesenden Architekten und den Vertretern der Baufirmen dankte er für Ihre Handwerkskunst, die sie bei den schwierigen Sanierungsarbeiten mit Herz und Verstand eingebracht hätten. Auch die Stadt Bayreuth habe wieder ein städtebauliches Juwel in ihrer Mitte.  

So dankte auch Oberbürgermeister Thomas Ebersberger in seinem Grußwort allen, die mitgewirkt haben, „dass Bayreuth wieder so prächtige Gebäude hat“. Wer die Räume sehe, „weiß, dass der Freistaat viel Geld in die Hand genommen hat“, so Ebersberger. „Gutes Geld für gute Arbeit.“ Stephanie Kreisel, Bereichsleiterin Hochbau beim Staatlichen Bauamt Bayreuth, erinnerte an die nicht immer einfach zu lösenden baulichen Schwierigkeiten. Auch sie nannte das Ergebnis innen und außen „sehr gelungen“.  Bei allem sei die Frage gewesen, wie viel der Patina zu lassen war und was zu erneuern war. So sei es auch bei dem Sonnenschutz für die Fenster gewesen. Elektrischer Antrieb für Rollos in einem historischen Gebäude sei „nicht vergnügungssteuerpflichtig“, denn die Leitungen dürfe es gar nicht geben, zumindest nicht gesehen werden. Sebastian Fickert, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Bamberg und zuständiger Baureferent, dankte allen Beteiligten für „ihren Langmut und ihre Geduld“. Auch er zog das Fazit, dass die Sanierung „gelungen“ sei.

Der Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums begeisterte seine Zuhörer
Der Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums unter der Leitung von Günter Leykam begeisterte die Zuhörer.

In seinem kurzweiligen und hochinteressanten Festvortrag „Militärgeschichte Bayreuths unter besonderer Bezugnahme auf das in den Jahren 1897/1898 als Offiziers-Casino errichtete Gebäude“ beleuchtete Prof. Dr. Günter Dippold, Bezirksheimatpfleger im Bezirk Oberfranken und Honorarprofessor für Volkskunde / Europäische Ethnologie der Universität Bamberg die Ursprünge des Gebäudes und die Bedeutung des Militärs für Bayreuth und seine städtebauliche Entwicklung. Dazu gehörten auch manch spannende Einblicke in das Leben in der Stadt seit seiner Zugehörigkeit zu Bayern. 

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums (MWG) Bayreuth unter der Leitung von Diplom Musiklehrer Günter Leykam, instrumental begleitet von der Schulleiterin Frau OStDin. Elisabeth Götz. Die hinreißende musikalische Interpretation von „New York, New York“, „You raise me up“ und „Ihr von Morgen“ führte zu begeistertem Beifall und am Ende sogar zu stehenden Ovationen.

Anmerkung

Das heutige Justizgebäude II wurde in den Jahren 1897/1898 von Garnisons-Bauinspektor Wibelitz als Offizierscasino des Königlich-Bayerischen 7. Infanterie-Regiments an der Held-Straße, der heutigen Wilhelminenstraße, errichtet.Es folgte eine lange und wechselvolle Geschichte: 

  • nach dem 1. Weltkrieg Nutzung als Versorgungsamt 
  • 1934 Übereignung an das Deutsche Reich
  • nach dem 2. Weltkrieg verschiedene Nutzungen für das Bundesministerium der Verteidigung, zuletzt als Kreiswehrersatzamt
  • seit 2006 im Eigentum des Freistaats Bayern 
  • seit 2007 nach Sanierung Nutzung durch das Landgericht Bayreuth als Justizgebäude II  
  • 2008/2009 Neugestaltung des Außenbereichs nach Vorbild der historischen Parkanlage 
  • 2020-2024 umfassende Sanierung von Dach, Fassade, Fenstern und Innenbereich 

Bei der Sanierung wurde vor allem darauf geachtet, die Historie des Gebäudes zu bewahren, aber auch seine Zugehörigkeit zur Bayreuther Justiz deutlich zu machen. So weisen die Wappen an der Außenfassade auf die Ursprünge des Gebäudes als Militärbau hin.  Gleichzeitig zeigt es heute seine Zugehörigkeit zur Bayreuther Justiz, indem es Fensterfarbe und Kupferverblechung vom gegenüberliegenden Justizpalast aufnimmt. Auch ökologischen Belangen, insbesondere dem Lärm- und Wärmeschutz konnte mit dem Einbau neuer Fenster, von denen jedes über eine Außenbeschattung verfügt, Rechnung getragen werden.

21. September 2024

Vors.Ri.in Dr. Schmid und Vors.Ri Borger referierten zur Entwicklung der Kammern für Handeslsachen.

Tagung des Bundesverbands der Handelsrichter

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Am 21.09.2024 fand in Bayreuth die Jahrestagung des Bundesverbandes der Richter in Handelssachen e.V. statt.

In einem Grußwort hieß Matthias Burghardt, der Präsident des Landgerichts, die Gäste und Tagungsteilnehmer/innen willkommen. In seinem kurzen Abriss über die Geschichte der Bayreuther Justiz und die Entwicklung des Laienrichter-Systems machte er die vielen kleinen und großen Veränderungen in Gesellschaft und Justiz in den vergangenen 120 Jahren deutlich.  

Die Teilnehmer der Handelsregistertagung
Die Teilnehmer der Handelsregistertagung

Dies sich immer wieder vor Augen zu führen, mache Mut, den gravierenden Veränderungen in der Gegenwart mit Zuversicht zu begegnen. Dabei seien die Ehrenamtlichen Richter und Richterinnen in Handelssachen ein wichtiges und verbindendes Element zwischen Justiz, Wirtschaft und Gesellschaft. Ihr glaubwürdiges und überzeugendes Vermitteln rechtlicher und gesellschaftlicher Standards, ihr Eintreten für Werte, für Recht und Gerechtigkeit sei nicht nur ehrenwert, sondern unabdingbar für das Funktionieren von Rechtsstaat und Demokratie, damit aber auch für das Funktionieren der Gesellschaft in Deutschland.

Die Vorsitzenden der beiden Kammern für Handelssachen am Landgericht Bayreuth, Frau Vorsitzende Richterin am Landgericht Dr. Gudrun Schmid, und Vorsitzender Richter am Landgericht Frank Borger, zeigten in ihrem Referat die Entwicklung der Kammern für Handelssachen auf. Auch sie hoben die Bedeutung der Kammern für Handelssachen hervor und zeigten Möglichkeiten auf, sie als spezialisierte Spruchkörper zu erhalten und zu stärken.

24. und 31. Juli 2024

Kultur im Justizgarten

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Regen Zuspruch fanden wieder die beiden Aufführungen des Fränkischen Theatersommers. Zu sehen waren in diesem Jahr das berühmte Aufklärungsdrama "Nathan der Weise" von G.E. Lessing und Eichendorfs Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts".

Die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer, die aus ganz Oberfranken und auch aus der Oberpfalz angereist waren, durften wunderschöne und warme Sommerabende im Garten des Justizpalastes erleben, die angefüllt waren mit exzellenten Schauspielerleistungen, Lebensweisheit und einer guten Portion Humor.

In der Pause von "Nathan der Weise" hatten die Besucher Gelegenheit, das Innere des Justizpalastes zu besichtigten.

Wie in den Vorjahren machten zahlreiche Angehörige des Landgerichts durch ihre perfekte Vorbereitung und ihre tatkärftige Unterstützung die beiden Kulturabende erst möglich.

21. Juni 2024

Feierstunde zum erfolgreichen Abschluss
des Zweiten Juristischen Staatsexamens

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Die Absolventinnen und Absolventen mit den hauptamtlichen AG-Leitern Dr. Alexandra Kraemer und Arno Ponnath
Die Absolventinnen und Absolventen mit den hauptamtlichen
AG-Leitern Dr. Alexandra Kraemer und Arno Ponnath

Am 21. Juni 2024 verabschiedete das Landgericht Bayreuth seine zu Volljuristen ausgebildeten Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare der Examensjahrgänge 2023-I und 2023-II mit einer festlichen Feierstunde – eine Premiere im Freistaat Bayern.

31 der Absolventen haben sich und ihre Leistung gebührend würdigen lassen. Im für diesen Anlass reich dekorierten Festsaal des JG II überreichten Fabienne van Huet, Vertreterin der Ausbildungsabteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Justiz, und Matthias Burghardt, Präsident des Landgerichts Bayreuth, den Absolventen ihre Zeugnisse. Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Veranstaltung von dem Bayreuther Oberstaatsanwalt Jan Köhler und Dr. med. Stefan Sammet. Der Präsident betonte in seiner Ansprache die besondere Verantwortung, welche die Absolventen als Volljuristen künftig übernehmen würden, unabhängig davon, in welchem Berufsfeld sie ihre Bestimmung sähen. Er wünschte ihnen, dass sie dieser Verantwortung in einer schwierigen und nicht immer bequemen Zeit gerecht werden würden. 

Fabienne van Huet (Bayer. Staatsministerium der Justiz), PräsLG Matthias Burghardt, PräsVG Dr. Thomas Weber, VizePräs der Regierung von Oberfranken Thomas Engel sowie die Vorstände der mit der Ausbildung befassten Gerichte und Behörden.
Fabienne van Huet (Bayer. Staatsministerium der Justiz),
PräsLG Matthias Burghardt, PräsVG Dr. Thomas Weber,
VizePräs der Regierung von Oberfranken Thomas Engel sowie
die Vorstände der mit der Ausbildung befassten
Gerichte und Behörden.

Grußworte sprachen auch Fabienne van Huet sowie der Vizepräsident der Regierung von Oberfranken Thomas Engel. Auch die weiteren an der Ausbildung der Referendare beteiligten Behörden erwiesen den Absolventen durch ihre Teilnahme ihren Respekt. Neben den Behördenleitern der Bayreuther Justizbehörden folgten auch der Präsident des Verwaltungsgerichts Bayreuth Dr. Thomas Weber, der Ausbildungsreferent des Oberlandesgerichts Bamberg Bernd Weigel, sowie Tina Steiner als Vertreterin der Universität Bayreuth der Einladung des Landgerichts.

Die Veranstaltung war ins Leben gerufen, um der langen und umfassenden Ausbildung zum Volljuristen einen würdigen Abschluss zu verleihen und die Nachwuchsgewinnung auch für die Justiz zu fördern. Die Absolventinnen und Absolventen sowie ihre Familienangehörigen und Partner/innen waren ebenso dankbar wie begeistert von der Gestaltung der Veranstaltung, dem äußeren Ambiente und vor allem von der Würdigung ihrer Leistungen. Einhellig war der Wunsch, einen derartig würdigen Abschluss ihrer juristischen Ausbildung auch ihren Nachfolgern/innen zuteilwerden zu lassen. 


18. und 19. Juni 2024

Unterrichtspause

Meet and Greet -Referandariat am Landgericht Bayreuth

Tag der offenen Tür für Interessierte an einem Referendariat in Bayreuth

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Am 18. Juni 2024 fand erneut das in Bayreuth nun schon traditionelle Meet and Greet - eine Kennenlernveranstaltung für am Referendariat in Bayreuth interessierte Studentinnen und Studenten - statt.

Zahlreiche Studierende nutzten an diesem Tag die Möglichkeit, die Ausbildungsabteilung des Landgerichts Bayreuth, insbesondere die hauptamtlichen Arbeitsgemeinschaftsleiter, die Geschäftsstelle und weitere Stationsausbilder kennenzulernen. Nach einer kleinen Einführung zum Ablauf des Referendariats konnten die Interessierten das frisch sanierte Justizgebäude II und die hierin neu gestalteten Räume der Ausbildungsabteilung besichtigen. 

Ihren Abschluss fand die Veranstaltung bei sonnigem Wetter auf der Terrasse des Justizgebäudes, wo die Studierenden sich mit möglichen zukünftigen Ausbildern und aktuellen Referendarinnen und Referendaren bei einem kühlen Getränk austauschten.

16. Juni 2024

Keine Berührungsängste

Kultur im Justizgarten

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Am Sonntag, den 16. Juni 2024, erweiterte das Landgericht Bayreuth in Zusammenarbeit mit dem Fränkischen Theatersommer das Spektrum der von ihm ausgerichteten Kulturveranstaltungen durch eine Matinée, die sich gleich bei ihrer Premiere eines großen Publikumsinteresses erfreute. Neben 150 Besuchern konnte der Präsident des Landgerichts Bayreuth Matthias Burghardt bei strahlendem Sonnenschein als Ehrengäste die Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg Dr. Karin Angerer und den Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth Thomas Ebersberger im Garten des Justizgebäudes III begrüßen. Anschließend begeisterten die beiden national wie international renommierten Künstlerinnen Ralli Bogdan (Geige) und Beate Roux (Klavier; Mezzosopran) ihr Publikum mit ihrem Programm „Über und unter den Wolken“, das in knapp anderthalb Stunden eine große Bandbreite an musikalischen Genres abdeckte, die von klassischen Stücken wie dem „Sommer“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ über Franz Léhars „Deine Lippen, sie küssen so heiß“, mehrere Tangos und Schlager bis hin zu einem virtuos arrangierten Medley aus „Hit the Road Jack“ (Ray Charles), „Let it be“ (Beatles) und „Viva la Vida“ (Coldplay) reichte. Vor der Veranstaltung und in einer Pause wurden die Besucher durch den Personalrat des Landgerichts Bayreuth mit Kaffee, Sekt und Snacks versorgt. 

21. März 2024

Vertreterinnen und Vertreter von Schulen aus dem Landgerichtsbezirk

Gemeinsame Verantwortung von Schulen und Justiz für Kinder und Jugendliche

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Vertreterinnen und Vertreter von Schulen aus dem Landgerichtsbezirk
Die Vertreterinnen und Vertreter von Schulen aus dem Landgerichtsbezirk mit Angehörigen der Bayreuther Justiz

Am 21.03.2024 sind zahlreiche Vertreter von Schulen aus dem Landgerichtsbezirk Bayreuth der Einladung des Landgerichts gefolgt, um sich über die Möglichkeiten der Justiz zu informieren, in den Schulen Vorträge zu halten oder Unterrichtseinheiten zu schülerrelevanten Themen zu organisieren und zu begleiten.

Nach einer kurzen Begrüßung und Führung durch den Bayreuther Justizpalast durch den Präsidenten des Landgerichts Burghardt, der dabei die gemeinsame Verantwortung von Schulen und Justiz für Kinder und Jugendliche betonte,  wurde den interessierten Gästen ein Überblick über das breitgefächerte Angebot möglicher Themen gewährt, die von den Schulen in Zusammenarbeit mit der Justiz behandelt werden könnten, angefangen bei der Kampagne "Mach dein Handy nicht zur Waffe" über Mobbing, Jugendstrafbarkeit im Allgemeinen, Rechtsstaat und Demokratie u.v.m. Die Schulvertreter erhielten auch einen kurzen Einblick in die vielfältigen Berufsmöglichkeiten innerhalb der Justiz, die auch ihren Schülerinnen und Schülern vermittelt werden könnten.

15. März 2024

Informationsveranstaltung zum US-amerikanischen Recht 

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Informationsveranstaltung zum US-amerikanischen Recht 2024
v. li. nach re.: Die hauptamtlichen AG-Leiter Dr. Kraemer und Ponnath, Capt. Scheps, Mechthild C. Benkert, Capt. Bourgeois, PräsLG Burghardt, Capt. Haesly

Zu den besonderen Highlights der Referendarausbildung in Bayreuth gehört ganz sicher die Informationsveranstaltung zum US-amerikanischen Recht, die dank der schon traditionellen Verbundenheit hochrangiger Juristen der US-Army mit dem Ausbildungsstandort Bayreuth auch 2024 wieder stattfinden konnte. 

In seiner Begrüßung bedankte sich PräsLG Burghardt hierfür ganz besonders herzlich bei den am 15.03.2024 aus Grafenwöhr und Ansbach angereisten Offizieren Captain Bourgeois, Captain Haesly und Captain Scheps sowie der Verbindungsbeamtin Mechthild C. Benkert. In Vorträgen und Planspielen lernten die Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare aus Bayreuth und Bamberg besonders anschaulich die Besonderheiten des amerikanischen Rechts, insbesondere eines Strafprozesses kennen. 

1. März 2024

Die ehemaligen Schöffen im Treppenhaus des Justizpalastes

Verabschiedung der Ende 2023 ausgeschiedenen Schöffinnen und Schöffen

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Am 01.03.2024 fand im Schwurgerichtssaal des Justizpalastes die Verabschiedung der Schöffinnen und Schöffen des Landgerichts und des Amtsgerichts Bayreuth statt, die zum Ende des Jahres 2023 ihren Dienst beendet hatten.

In einer Rede bedankte sich der Präsident des Landgerichts Matthias Burghardt bei den ehrenamtlichen Richterinnen und Richtern für viele Jahre, in denen sie sich für das Recht und damit auch für die ganze Gesellschaft eingesetzt haben. Mit einem Blick auf die Geschichte des Schurgerichtssaals gab er ihnen den Gedanken mit, sich auch in ihrem privaten und beruflichen Umfeld für jene Rechtsgrundsätze einzusetzen, die sie in ihrem Amt praktiziert hätten. 

Auch der Direktor des Amtsgerichts Konrad Breunig würdigte in seiner Ansprache die Verdienste der Schöffinnen und Schöffen, denen anschließend die Dankschreiben des Justizministers und der Gerichtsleitungen überreicht wurden.

Da an der Feierstunde auch die Vorsitzenden Richterinnen und Richter der Kammern und Schöffengerichte von Land- und Amtsgericht teilnahmen, fand im weiteren Verlauf ein reger Erfahrungs- und Gedankenaustausch zwischen haupt- und ehrenamtlichen Richterinnen und Richtern über viele gemeinsame Erlebnisse in dem ein oder anderen Strafprozess der vergangenen Jahre statt.   

16. und 18. Januar 2024

Powerpoint

Informationsveranstaltung für Schöffen
der Schöffenperiode 2024-2028

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Am 01.01.2024 begann für 136 Schöffinnen und Schöffen am Landgericht Bayreuth und für weitere 80 Schöffinnen und Schöffen am Amtsgericht Bayreuth ihre fünfjährige Amtszeit als ehrenamtliche Richter/innen in Strafsachen. Aus diesem Anlass fanden am 16. und am 18. Januar 2024 im Schwurgerichtssaal des Landgerichts zwei Informationsabende statt, an denen die Vorsitzenden der Schöffengerichte von Land- und Amtsgericht über die wichtigsten Fragen rund um das Schöffenamt referierten. Die Begrüßung der teilnehmenden Schöffinnen und Schöffen übernahm Matthias Burghardt, der Präsident des Landgerichts, der zudem in einer kurzen Einführung Ursprünge und Bedeutung des Schöffenamtes beleuchtete. Das große Interesse der Neugewählten an ihrem neuen und besonders verantwortungsvollen Amt zeigte sich nicht nur an den jeweils vollen Bänken im Schwurgerichtssaal, sondern auch in den Fragen und Gesprächen, welche die Teilnehmer mit den Berufsrichterinnen und -richtern im Anschluss führen konnten.   

18. September 2023

1. Gesundheitstag der Justiz Bayreuth

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Am 18. September 2023 fand der 1. Gesundheitstag der Justiz Bayreuth statt. Veranstaltet wurde er vom Landgericht Bayreuth in Zusammenarbeit mit der Debeka, Geschäftsstelle Bayreuth. Hierbei konnten sich alle Justizangehörigen des Landgerichtsbezirks in zahlreichen Stationen nicht nur über aktuelle Gesundheitstipps informieren, der Gesundheitstag widmete sich auch ganz besonders jenen gesundheitlichen Themen, die bei der Arbeit in und mit der Justiz eine wichtige Rolle spielen. Denn eine vorrangig sitzende Tätigkeit mit einem wachsenden Anteil von Bildschirmarbeit führt zu besonderen Belastungen für Augen, Ohren, Herz-Kreislauf, Rücken und Gelenke sowie Verdauungsorgane. Erkrankungen von Justizangehörigen belasten nicht nur die Erkrankten, sondern führen auch zu teils langdauernden Vertretungen, die ihrerseits gesundheitsgefährdend sind.

Bei einem vom Amtsgericht Bayreuth organisierten „Gesunden Frühstück“ begrüßte der Landgerichtspräsident Matthias Burghardt alle Anwesenden und ganz besonders alle aktiv Mitwirkenden, neben dem Gesundheitsbeauftragten des Landgerichts Dickenherr, dem Debeka-Geschäftsstellenleiter Erhardt und dessen Mitarbeitern auch die Vertreter der Fa. Amplifon (Hörgesundheit, Hörtests), der Fa. Optik Kettel (Sehtests), die Gesundheitsmanagerin Melissa Lutz (Herz-Kreislauf-Checks) und den Sportökonomen Tizian Schuck, der den workshop „Ernährung gesund gestalten“ und Vorträge zum Thema „Gesunde Fette“ anbot. Das vielfältige Programm wurde abgerundet durch Rückenfit-Kurse, welche von Richterin Franziska Fleischmann geleitet wurden. 

26. Juli und 2. August 2023

Kultur im Justizgarten

24. Juli 2023

Vortragsveranstaltung der Bayreuther Juristenausbildung zum Thema "NS-Unrecht"
 

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Am 24. Juli 2023 veranstaltete die Bayreuther Referendariatsausbildung einen Vortragsabend zum NS-Unrecht. Als Referent konnte Dr. Heinz Ponnath, ehemaliger Vorsitzender Richter am Landgericht Bayreuth, gewonnen werden, der sich dem Thema „NS- und NS-Nachkriegsjustiz – Trennscharfe Welten oder Wandel im Zwielicht? Eine Untersuchung anhand zweier Prozesse“ widmete. 

Ausgangspunkt des Vortrags waren die in einem hierfür nicht vorgesehenen Standgerichtsverfahren ausgesprochenen Todesurteile unter anderem gegen die Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer und Admiral Wilhelm Canaris, die daraufhin kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs noch hingerichtet wurden. 

Der Vorsitzende Richter des Standgerichts Otto Thorbeck wurde deswegen nach Kriegsende wegen Beihilfe zum Totschlag angeklagt, war ihm doch bewusst, dass die den Angeklagten vorgeworfenen Taten nicht in einem Standgerichtsverfahren abgeurteilt werden konnten. Trotzdem wurde er in einem längeren Verfahren vom Bundesgerichtshof schließlich freigesprochen. Aus der Sicht des Referenten rechtlich eine klare Angelegenheit: Beihilfe zum Totschlag durch Thorbeck und Rechtsbeugung durch den BGH.

Der nachdenklich stimmende Vortrag hat eindrücklich aufgezeigt, wie wichtig und aktuell die Aufarbeitung des in der NS-Zeit begangenen Justizunrechts ist.

13. Oktober 2022

Verleihung der bayerischen Justizmedaille an VRiLG i.R. Dr. Heinz Ponnath

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Auf Vorschlag des Landgerichts Bayreuth ist der über viele Jahre bei dem Landgericht Bayreuth, zuletzt als Vorsitzender Richter einer Zivilkammer tätige Dr. Heinz Ponnath am 13. Oktober 2022 in Bamberg vom bayerischen Justizminister Georg Eisenreich mit der bayerischen Justizmedaille ausgezeichnet worden.

Die Ehrung erfolgte als Anerkennung seiner kritischen wie wissenschaftlich fundierten Auseinandersetzung mit der Justiz im Dritten Reich und der nach 1945 über lange Zeit fehlenden Aufarbeitung von Justiz-Unrecht in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Bayreuther Justiz gratuliert herzlich und freut sich mit Herrn Dr. Ponnath über die besondere Auszeichnung.

12. Oktober 2022

Pressegespräch zur Einführung der E-Akte am Landgericht Bayreuth

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Seit Montag, 10. Oktober 2022, werden bei dem Landgericht Bayreuth sämtliche dort neu eingehenden erstinstanzlichen Zivilverfahren nur noch elektronisch geführt. Die Vorarbeiten hierzu liefen seit vielen Monaten. U.a. waren nicht nur die Richterbüros und Geschäftsstellen, sondern auch neun Sitzungssäle im Justizpalast sowie in den Justizgebäuden II und III mit der hierzu erforderlichen umfangreichen Technik auszustatten. Die notwendige Scan-Stelle wurde im Justizgebäude IV eingerichtet und wird von den Angehörigen der Zentralen Justizwachtmeisterei betrieben, die ebenso wie das Kompetenz-Team sowie alle Anwender entsprechend geschult werden mussten. 

Aus Anlass der Regeleinführung der E-Akte am Landgericht fand am 12. Oktober im historischen Zivilkammer-Sitzungssaal 2.050 ein digitales Pressegespräch statt, an dem neben dem Präsidenten des Landgerichts Matthias Burghardt auch Andreas Zwerger, der Vizepräsident des Oberlandesgerichts Bamberg sowie Olaf Beller, der stellvertretende Leiter der JusIT, teilnahmen. Der Staatsminister der Justiz Georg Eisenreich, der sich digital zugeschaltet hatte, wies dabei auf die Herausforderungen hin, die mit der verpflichtenden Einführung der E-Akte im gesamten Justizbereich bis Ende 2025 verbunden sind. Mit dem Landgericht Bayreuth führe ein weiteres bayerisches Landgericht die E-Akte ein. Bis zum Ende des Jahres würden alle bayerischen Landgerichte in erstinstanzlichen Zivilsachen mit elektronischen Akten arbeiten. Das verkürze Verfahren, erspare Wartezeiten und schütze in Zeiten der Pandemie die Gesundheit der Prozessbeteiligten. Bis heute würden in Bayern bereits über 105.000 Verfahren rein elektronisch geführt.

Der Präsident des Landgerichts bedankte sich vor allem bei den mit der E-Akte involvierten Justizangehörigen des Landgerichts für deren optimistischen und motivierten Umgang mit der neuen Technik sowie für das enorme Engagement bei der Umsetzung. Sein Dank richtete sich auch an die IT-Stelle, die Justizakademie in Pegnitz sowie an das OLG Bamberg für deren Unterstützung. Auch der Vizepräsident des Oberlandesgerichts Bamberg sparte nicht mit Dank für die gelungene Umsetzung des Projekts am Landgericht Bayreuth. Auch er betonte, dass man bei allen Herausforderungen, insbesondere bei der Beschaffung von Hardware, die Vorteile der E-Akte immer im Blick behalten sollte. 

Die zahlreich erschienenen Pressevertreter, denen Olaf Beller zuvor anhand einer Musterakte den praktischen Umgang mit der neuen Technik demonstriert hatte, nutzten zum Schluss die Gelegenheit zu weiteren Fragen, u.a. zum Datenschutz, zu den Auswirkungen der E-Akte auf die Verfahrensdauer oder auch zu den Kosten.


11. Oktober 2022

Forschungsprojekt „Sondergericht und Volksgerichtshof in Bayreuth“

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, dem Landgericht Bayreuth und der Universität Bayreuth

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Im Rahmen des vom Landgericht Bayreuth im Jahr 2021 initiierten Forschungsprojekts „Sondergericht und Volksgerichtshof in Bayreuth“ unterzeichneten am 11.Oktober 2022 Dr. Bernhard Grau, der Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns, Matthias Burghardt, der Präsident des Landgerichts Bayreuth und Prof. Dr. Bernd Kannowski, Lehrstuhlinhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte der Universität Bayreuth, eine Kooperationsvereinbarung zur Nutzung und Auswertung des im Staatsarchiv Bamberg verwahrten Aktenbestandes. Die Unterzeichnung fand dabei an historischer Stelle statt, nämlich im ehemals als Sitzungssaal 100 bezeichneten Raum, in dem von Mitte 1942 bis April 1945 das Sondergericht Bayreuth tagte.

Gegenstand der Vereinbarung ist, eine Auswertung des vorhandenen Archivmaterials in den Räumen des Landgerichts Bayreuth zu ermöglichen und die Verwertung der Forschungsergebnisse zu regeln.  Insbesondere mit der Vor-Ort-Auswertung wird die komplexe Forschungsarbeit von Landgericht und Universität Bayreuth erheblich erleichtert, denn mit ihr soll nicht nur den Beschuldigten und Verurteilten Name und Gesicht gegeben werden, sondern sie dient auch der Auswertung der Sondergerichtsurteile und in einem zweiten Schritt der Erforschung der Biografien aller am Sondergericht tätigen Richter und Staatsanwälte. Die Ergebnisse und Zeitdokumente sollen der Öffentlichkeit sowohl im Bayreuther Justizpalast als auch in der Universität in Form einer Dauerausstellung zugänglich gemacht werden. Die gewonnenen Daten sollen zudem in eine Datenbank eingespeist werden, im Staatsarchiv Bamberg archiviert und dort ebenfalls der Öffentlichkeit verfügbar gemacht werden.

Vor Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung vor zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Presse hoben die beteiligten Kooperationspartner in ihren jeweiligen Grußworten die Notwendigkeit hervor, sich die Errungenschaften eines demokratischen Rechtsstaates täglich bewusst zu machen und dessen Dasein zu keinem Zeitpunkt als selbstverständlich zu betrachten.

Der Präsident des Landgerichts Matthias Burghardt zeigte auf, in welcher Weise und wie leicht sich Richter und Staatsanwälte zu willigen Handlangern eines menschenverachtenden Systems gemacht haben. So sei die „Gleichschaltung“ der deutschen Justiz ab 1933 in weniger als einem Jahr erfolgt. Für ein Todesurteil der Sondergerichte ausreichend seien geringfügige Straftaten wie der Diebstahl von Wollsachen gewesen.

Er bedankte sich ausdrücklich bei den Vertretern der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns und des Staatsarchiv Bamberg über die Möglichkeit im Wege der Vor-Ort-Auswertung einmalige Kulturgüter erfassen und, unterstützt von der Universität Bayreuth, erforschen zu können.
Dr. Bernhard Grau verdeutlichte in seiner Ansprache, dass auch im Archivwesen erst ab der Jahrtausendwende eine beginnende Aufarbeitung der zum Teil selektiven Archivierung in der NS-Zeit begonnen habe. Das Forschungsprojekt befasse sich insgesamt mit einem brandaktuellen Thema der Forschungslandschaft und sei insofern hervorzuheben, da sich ansonsten viele Forschungsprojekte eher mit größeren Zentralbehörden wie Ministerien befassen würden. 

Prof. Dr. Bernd Kannowski hob hervor, dass die Quellenlage sehr gut sei, da sämtliche Akten noch erhalten seien und keine Kriegsschäden vorlägen. Das Projekt sei wichtig, um auf lokal historischer Ebene ergründen zu könne, was politisches Strafrecht sei und durch die wissenschaftliche Aufarbeitung auch dem Vergessen des NS-Unrechts entgegenzuwirken.

Zum Hintergrund des Forschungsprojektes „Sondergericht und Volksgerichtshof in Bayreuth“

Mit Wirkung vom 20. Juni 1942 war bei dem Landgericht Bayreuth (für die LG-Bezirke Bayreuth und Hof) ein sog. Sondergericht gebildet worden. Sondergerichte in der NS-Zeit wurden insbesondere zur „raschen Erledigung“ bestimmter politischer Straftaten errichtet, die Beschuldigtenrechte waren dort stark eingeschränkt und die Urteile in der Regel nicht anfechtbar. 

Das Bayreuther Sondergericht unter dem Vorsitz von Dr. Johann (Hans Willy) Schmitt (bis 07.02.1943) und des Landgerichtspräsidenten Rudolf Brehm (08.02.1943 bis Kriegsende) tagte im Sitzungssaal 100 des Bayreuther Justizpalastes. Hier wurden Verfahren gegen 255 Angeklagte durchgeführt, die in 14 Fällen mit der Verhängung der Todesstrafe endeten.

Nachdem am 3. Februar 1945 das Gebäude des Volksgerichtshofs in Berlin durch Bombardements zerstört worden war, wurde er auf Anordnung Hitlers nach Potsdam ausgelagert und die für Hoch- und Landesverrat zuständigen Senate nach Bayreuth verlegt. Dieser Teil der Geschichte des Volksgerichtshofs in Bayreuth ist bis heute weitgehend unbekannt, seine mögliche Tätigkeit in Bayreuth unerforscht geblieben.

Auch die Biografien der handelnden Richter und Staatsanwälte, die an Verfahren des Sondergerichts Bayreuth oder des in Bayreuth tagenden Volksgerichtshofs beteiligt waren, sind weitgehend unerforscht geblieben. 

Bislang fehlt im und am Justizgebäude selbst jeder Hinweis und jede Information zu diesem wohl dunkelsten Kapitel Bayreuther Justizgeschichte.

Die gewonnenen Forschungsergebnisse sollen zugleich Basis der künftigen Öffentlichkeits- und Erinnerungsarbeit der Bayreuther Justiz sein, die auch diesen Teil der Justizgeschichte wachhalten möchte.

22. September 2022

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der Sektion Bayreuth der Juristischen Gesellschaft für Ober- und Unterfranken unter dem Titel
 
„Unabhängigkeit polnischer Richter. EU-Recht als Schutzschild in der Rechtstaatskrise?“

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Am 22.  September 2022 hatte die Sektion Bayreuth der Juristischen Gesellschaft für Ober- und Unterfranken zu einem Diskussions- Und Vortragsabend unter dem Titel „Unabhängigkeit polnischer Richter. EU-Recht als Schutzschild in der Rechtstaatskrise?“  in den Festsaal des Justizgebäudes II eingeladen. Als Referent hatte die Bayreuther Sektion den in Łódź geborenen Prof. Dr. Maciej Henryk Taborowski gewinnen können. 
Der als ausgewiesener Fachmann geltende Referent befasst sich wissenschaftlich schon seit langem mit dem polnischen Rechtsstaat und seiner Vereinbarkeit mit den europäischen Regeln. So hatte er etwa im Jahr 2011 promoviert mit der Arbeit „Folgen der Verletzung des Gemeinschaftsrechts durch nationale Gerichte“, die bei einem Wettbewerb für die besten Habilitations- und Doktorarbeiten ausgezeichnet worden war. 2020 habilitierte er an der Universität Warschau mit der Arbeit „Mechanismen zum Schutz der Rechtsstaatlichkeit der Mitgliedstaaten im Recht der Europäischen Union“. Auch dieses Buch erhielt eine bedeutende Auszeichnung, u.a. für das in der Praxis des Justizsystems nützlichste Rechtsbuch im Jahr 2019.

Prof. Dr. Taborowski bekleidete bis zum 01. April 2022 das Amt des Stellvertretenden Ombudsmanns der Republik Polen für Bürger- und Menschenrechte. So war er auch der Vertreter des Menschenrechtsverteidigers in Gerichtsverfahren vor dem Gerichtshof der Europäischen Union in Luxemburg und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Außerdem vertrat er den Bürgerbeauftragten in EU-rechtlichen Verfahren vor dem polnischen Verfassungsgericht. In zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten befasst sich Prof. Taborowski immer wieder mit den Mechanismen zum Schutz der Rechtsstaatlichkeit der Mitgliedstaaten im Recht der Europäischen Union und dem Schutz der Herrschaft des Rechts. Aktuell ist er als Rechtsanwalt tätig und lehrt am Institut für Rechtswissenschaften der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau.
Matthias Burghardt, Präsident des Landgerichts und gleichzeitig Sprecher der Sektion Bayreuth, erinnerte in seiner Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste an die jüngere polnische Geschichte seit den 1980er Jahren.  So seien es Polinnen und Polen gewesen, die als erste im ehemaligen Ostblock für Freiheit und Gerechtigkeit auf die Straße gegangen seien. Die im September 1980 gegründete Solidarnosc sei unter ihrem Vorsitzenden Lech Walesa, dem späteren polnischen Staatspräsidenten, nicht nur Gewerkschaft gewesen, sondern eine Revolutionsbewegung, die schließlich das gesamte Land im Streben nach Demokratie und Freiheit erfasst habe. Ende der 1980er Jahre habe sie entscheidenden Einfluss auf die politische Wende in Polen und das Ende des Kommunismus im gesamten Ostblock gehabt. 
Nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ und der Auflösung des Warschauer Pakts habe die Annäherung an Europa und an die USA als wichtigstes außenpolitisches Ziel Polens gegolten. Das Land habe früh eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union angestrebt, was schließlich am 01. Mai 2004 gelungen sei. Seitdem jedoch mit der Parlamentswahl im Jahr 2015 die nationalkonservative Partei PiS („Recht und Gerechtigkeit“) die Regierung stelle, sei in Polen ein immer stärkerer europakritischer Kurs zu beobachten. Dabei sähen sich auch Demokratie und Rechtsstaatlichkeit immer stärkeren Angriffen ausgesetzt. Die aktuelle polnische Regierung versuche immer unverblümter, Presse und Justiz unter ihre direkte Kontrolle zu bringen und ihre Unabhängigkeit auszuhöhlen. 


Diese Entwicklung betreffe nicht nur Polen, sondern Europa insgesamt und in besonders starkem Maße auch Deutschland als Nachbarstaat Polens. Für deutsche Gerichte stelle sich nicht nur die Frage der Anerkennung polnischer Gerichtsentscheidungen, sondern das Beispiel Polen zeige auch, wie schnell selbst gefestigte Rechtsstaaten bei entsprechendem politischem Willen dazu übergehen könnten, Unabhängigkeit der Gerichte und Pressefreiheit als Gegner zu begreifen und zu ihrer Demontage anzusetzen. Umso wichtiger sei es, die dahinterstehenden Mechanismen zu begreifen, um dagegen gewappnet zu sein. Auch der Krieg in der Ukraine, der die Menschen in Deutschland derzeit am meisten beschäftige und besorge, sei letztlich ein Kampf zwischen dem Recht der Macht und der Macht des Rechts.

Prof. Dr. Taborowski zeigte in seinem Vortrag sehr anschaulich die zahlreichen, vielfach nicht einmal juristisch verbrämten Anstrengungen der PiS-Regierung auf, die polnischen Gerichte mit willfährigen Richterinnen und Richtern zu besetzen. Diese hätten mit der willkürlichen Pensionierung von Richtern des Obersten Gerichtshofes begonnen. Hierzu hatte u.a. die europäische Kommission „ernsthafte Zweifel an der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit des Verfassungsgerichtshofs“ geäußert und ihre Auffassung geäußert, „dass dieser nicht mehr die Anforderungen an ein zuvor durch Gesetz errichtetes Gericht erfüllt, wie es Artikel 19 Absatz 1 EUV“ verlange. 

Der nächste „Angriff“ habe dem Nationalen Justizrat gegolten.  Hierzu habe der europäische Gerichtshof in Anlehnung an die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte entschieden, dass eine bei der Ernennung von Richtern im betroffenen Justizsystem begangene Vorschriftswidrigkeit insbesondere dann einen Verstoß gegen das Erfordernis darstelle, dass ein Gericht durch Gesetz errichtet sein müsse, wenn die Art und Schwere der Vorschriftswidrigkeit dergestalt sei, dass sie die tatsächliche Gefahr begründe, dass andere Teile der Staatsgewalt - insbesondere die Exekutive - ein ihnen nicht zustehendes Ermessen ausüben könnten, wodurch die Integrität des Ergebnisses des Ernennungsverfahrens beeinträchtigt und so beim Einzelnen berechtigte Zweifel an der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit des oder der betreffenden Richter geweckt würden, was der Fall sei, wenn es um Grundregeln geht, die Bestandteil der Errichtung und der Funktionsfähigkeit dieses Justizsystems seien. 

Richterinnen und Richter, insbesondere solche, die sich weiterhin dem Grundsatz des Vorrangs des europäischen Rechts verpflichtet sähen, würden versetzt oder gegen sie würden Disziplinarverfahren eingeleitet werden. Diese Verfahren würden vielfach nicht weiterbetrieben, was eine zeitlich unbegrenzte Suspendierung und Gehaltskürzung zur Folge hätte. Zudem würden „Hetzkampagnen“ gegen die Richterschaft insgesamt das polnische Volk aufwiegeln, was bereits zu einem erheblichen Vertrauensverlust in die polnische Justiz geführt habe.

Prof. Dr. Taborowski zeigte sich trotz dieser ernüchternden Situation in seinem Heimatland überzeugt davon, dass unabhängig davon, dass sie von der polnischen Regierung vielfach missachtet werden würden, die Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gleichwohl eine herausragende Bedeutung für Polen hätten, da diese klaren und eindeutigen Entscheidungen nach einem möglichen Regierungswechsel eine „Rückabwicklung“ von Entscheidungen nicht rechtsstaatsmäßig besetzter Gerichte erleichtern würden. 

Die Diskussion der Besucher, die auch während des sich anschließenden Empfangs weitergeführt wurde, zeigte einerseits die tiefe Betroffenheit über die von der PiS-Regierung mit weitgehend schlichten Mitteln geführte Demontage der ehemals unabhängigen polnischen Justiz, andererseits das Nachdenken über die in Deutschland möglicherweise notwendigen Absicherungen dieser Unabhängigkeit vor einem wie auch immer gearteten parteipolitisch motivierten Zugriff.  

In allen Gesprächen und Reaktionen zeigten sich die Zuhörer tief beeindruckt von der Zuversicht und dem unerschrockenen Einsatz von Prof. Taborowski für die Durchsetzung europäischer Rechts- und Justizstandards in seinem Heimatland.

21. September 2022

Regionale Fortbildungsveranstaltung der Leiter/innen von Arbeitsgemeinschaften für Rechtsreferendare aus den Bezirken der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg

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Am 21.09.2022 fand in Bayreuth die Regionale Fortbildungstagung der Leiter/innen von Arbeitsgemeinschaften für Rechtsreferendare aus den Bezirken der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg statt. Organisiert und durchgeführt vom Landgericht Bayreuth trafen sich hierzu mehr als 30 haupt- und nebenamtlich mit der Referendarausbildung befasste Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte aus beiden Oberlandesgerichtsbezirken. Im historischen Landratssaal der Regierung von Oberfranken begrüßte sie Matthias Burghardt, der Präsident des Landgerichts Bayreuth, der auch die Leiterin des Bayerischen Landesjustizprüfungsamts, Dr. Karin Angerer, und den Bamberger Generalstaatsanwalt Wolfgang Gründler willkommen heißen durfte. Andreas Zwerger, der Vizepräsident des OLG Bamberg, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Referendarausbildung für eine gute Nachwuchsgewinnung und bedankte sich bei allen Anwesenden für deren großes Engagement.   Anschließend zeigte Herr PD Dr. Martin Fries von der LMU München in seinem abwechslungsreichen und engagiert gehaltenen Fachvortrag zum Thema „Legal Tech - Jura aus dem Automaten“ die Möglichkeiten, aber auch gleichzeitig die Probleme und Herausforderungen bei der der Digitalisierung und Automatisierung der juristischen Arbeit auf.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden die Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer im Rathaus der Stadt Bayreuth von Oberbürgermeister Thomas Ebersberger empfangen und konnten von der Besucherterrasse des Rathauses aus den Tagungsort von oben bewundern.
Anschließend bestand die Möglichkeit, die Stadt noch etwas näher kennenzulernen und hierbei einen Blick in das Welterbe des markgräflichen Opernhauses, die Bayreuther Katakomben oder das Richard-Wagner-Museum zu werfen.

27. Juli und 3. August 2022

Kultur im Justizgarten

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In Fortführung der im Sommer 2021 begründeten Tradition öffnete die Bayreuther Justiz auch in diesem Jahr den Garten ihres Justizpalastes für zwei öffentliche Kulturveranstaltungen.

So nutzte am 27. Juli und am 3. August 2022 das Ensemble des Fränkischen Theatersommers e.V. - Landesbühne Oberfranken die romantische Atmosphäre des Gartens für seine Bühnenkunst und wusste mit beiden Darbietungen die zahlreichen Besucher zu verzaubern und zu begeistern.

Der Präsident des Landgerichts Bayreuth, Matthias Burghardt, durfte an beiden Abenden eine große Zahl von Besuchern begrüßen, unter ihnen auch den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, die Präsidentin der Regierung von Oberfranken, Heidrun Piwernetz, und den Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth, Thomas Ebersberger. 

Der zweite Vorsitzender der Landesbühne Oberfranken Dr. Harald Vorleuter bedankte sich für die Möglichkeit, den wunderschönen und zugleich besonderen Spielort im Herzen von Bayreuth zu nutzen und zeigte sich erfreut über die wiederum sehr große Resonanz bei den Zuschauern. Der Präsident des Landgerichts hob bei seinen Begrüßungsansprachen jeweils hervor, dass die Bayreuther Justiz als bürgernahe Justiz wahrgenommen werden möchte. Durch die Ermöglichung auch kultureller Veranstaltungen sollen Berührungsängste in ungezwungener Atmosphäre abgebaut werden und gleichzeitig das kulturelle Leben unterstützt werden.

Am 27. Juli 2022 ließen sich mehr als 170 Zuschauer von „Reisesehnsüchte“ verzaubern. Ein aus Mitgliedern der Bamberger Symphoniker bestehendes Streichertrio - Zazie Lewandowski an der Bratsche, Mátyás Németh am Kontrabass und Bogdan Lewandowski an der Violine - sowie der Sprecher Jan Burdinski, der Intendant des Fränkischen Theatersommers, führten die Besucher mit berühmten Autoren und Komponisten von Heinrich Heine bis Erich Kästner sowie von Chopin bis Duke Ellington als Reisebegleiter auf Sinnesreise und regten dabei im historischen Garten zum Träumen und Lachen an.

Am 03. August 2022 fand bei erneut herrlichem Sommerwetter der zweite öffentliche Kulturabend statt. Das Ensemble des Fränkischen Theatersommer e.V. begeisterte diesmal ca. 160 Zuschauer mit seiner Fassung des Stückes „Arzt wider Willen“ von Molière. Die hervorragende Inszenierung war dem diesjährigen 400. Geburtstag Molières mehr als würdig. Die wunderbaren Darstellerinnen und Darsteller sorgten mit Ihrem Spielwitz und Ihrer Lust an der schieren und perfekt einstudierten Komik für große Erheiterung und beste Unterhaltung bei allen Besuchern.

Die ebenso große wie begeisterte Zuschauerresonanz, aber auch die von den Schauspielerinnen und Schauspielern geliebte Theater-Atmosphäre haben den Justizgarten bereits jetzt zu einem festen Bestandteil des Bayreuther Kulturlebens werden lassen.

8. Juli 2022

Bayerische Justizfußballmeisterschaft

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Am 08. Juli 2022 fand die von der Bayreuther Justiz organisierte Bayerische Justizfußballmeisterschaft auf dem Sportgelände des TSV Neudrossenfeld statt.

Die Meisterschaft hätte eigentlich bereits im Jahr 2020 stattfinden sollen, musste aber wegen der Corona-Pandemie zweimal kurzfristig abgesagt werden. In diesem Jahr konnte sie nun endlich stattfinden und die Freude darüber zeigte sich schon daran, dass insgesamt 14 Mannschaften aus ganz Bayern ihre Teilnahme zugesagt hatten.

So konnten Matthias Burghardt, der Präsident des Landgerichts Bayreuth, sowie sein vierköpfiges Organisationsteam (Jochen Götz, Daniel Götz, Holger Gebhardt und Frank Biller) die Mannschaften aus Aschaffenburg, Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Landshut, München, Nürnberg, Schweinfurt, Traunstein, Weiden/Amberg und Würzburg willkommen heißen. Das von zahlreichen Helfern der Bayreuther Justiz und des TSV Neudrossenfeld perfekt organisierte und betreute Turnier wurde bei schönstem Fußballwetter unter den Augen zahlreicher Ehrengäste, u.a. dem Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz, Prof. Dr. Frank Arloth, und den Präsidenten der Oberlandesgerichte in Bamberg und Nürnberg, Lothar Schmitt und Dr. Thomas Dickert, ausgetragen.

Neben den Nürnbergern stellte auch die Bayreuther Justiz zum ersten Mal in der langjährigen Geschichte des Turniers gleich zwei Mannschaften mit insgesamt 4 Spielerinnen und 24 Spielern, die sich aus Rechtsanwälten, Richtern, Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendaren, einer Bewährungshelferin, einer Staatsanwältin und einem Staatsanwalt, einem Justizsekretär, Wachtmeistern und Mitarbeitern der JVA Bayreuth zusammensetzten. Die Spiele wurden von vier erfahrenen Schiedsrichtern und der Bayreuther Amtsrichterin Lena Hager, die sogar Erfahrung aus Einsätzen in der zweiten Frauenbundesliga mitbrachte, souverän geleitet.

Die Mannschaft Bayreuth II belegte nach einem starken Turnierstart mit einem Sieg und einem Unentschieden aufgrund einer Niederlage im letzten Gruppenspiel den dritten Platz in ihrer Vorrundengruppe. Am Ende reichte es nach einer knappen Niederlage im Spiel um Platz 9 gegen Aschaffenburg zu einem respektablen 10. Platz.

Die Mannschaft Bayreuth I schloss die Vorrunde hinter der starken Würzburger Elf als Tabellenzweiter ab. Im Viertelfinale wurde im Oberfrankenderby die Mannschaft aus Bamberg erst im Elfmeterschießen - nach einem torlosen Unentschieden in der regulären Spielzeit - besiegt. Auch im Halbfinale behielt die Bayreuther Elf gegen den Mitfavoriten aus Nürnberg dank eines Tores von Wachtmeisteranwärter Tobias Wittenbeck verdient die Oberhand. Im spannenden Finale gegen die Mannschaft aus Coburg mussten die Bayreuther nach dem erneuten Führungstreffer durch Stürmer Wittenbeck noch den Ausgleich hinnehmen, so dass es erneut zu einem spannenden Elfmeterschießen kam. Dort konnte nach einem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand dank einer grandiosen Leistung des Bayreuther Torwarts Tobias Obwandner, im Hauptberuf Rechtsanwalt, der umjubelte Turniersieg beim Heimturnier geholt werden. 
Anschließend nahmen bei der Siegerehrung, die von Prof. Dr. Frank Arloth und dem Landgerichtspräsidenten Matthias Burghardt durchgeführt wurde, der Bayreuther Amtsrichter Holger Gebhardt und die Rechtsreferendarin Miriam Bloß neben einem Präsent den Siegerpokal sowie den Wanderpokal als verdienten Lohn für die ausgezeichnete Teamleistung entgegen.

Im nächsten Jahr soll das Turnier in Nürnberg stattfinden.

29. Juni 2022

Sitzung des Bezirksrichterrats in Bayreuth

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Im Beisein des Präsidenten des Landgerichts Bayreuth sowie der Richterräte des Land- und Amtsgerichts Bayreuth fand am 29. Juni 2022 die 2. Sitzung des Bezirksrichterrats bei dem Oberlandesgericht Bamberg im Justizpalast Bayreuth statt.

Nach einem Grußwort des Präsidenten des Landgerichts Bayreuth und einigen einleitenden Anmerkungen durch den Vorsitzenden des Bezirksrichterrats am Oberlandesgericht Bamberg Dr. Dirk Diehm wurden in offener Diskussion zahlreiche den richterlichen Dienst betreffende Belange erörtert. Ein Schwerpunkt lag auf der Organisation und möglichen Reform des richterlichen Bereitschaftsdienstes, der aufgrund der zunehmenden Ausweitung der Anhörungs- und Genehmigungserfordernisse mit einer erheblichen Belastung für die eingebundenen Richterinnen und Richter verbunden ist. Neben der sachlichen und personellen Ausstattung der Bayreuther Justizbehörden wurde weiterhin die noch im Jahr 2022 anstehende Einführung der elektronischen Akte am Landgericht Bayreuth sowie den beiden Amtsgerichten Bayreuth und Kulmbach diskutiert.

Mit einem weiteren Erfahrungsaustausch bei einem gemeinsamen Mittagessen fand die Sitzung des Bezirksrichterrats einen gelungenen Ausklang.

25. November 2021

Neuer Außenstellenleiter des Weißen Rings - Festveranstaltung

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Im Rahmen einer Festveranstaltung im Rathaus der Stadt Bayreuth wurde am 25.11.2021 Dr. Dietrich Janßen als neuer Außenstellenleiter in Bayreuth eingeführt.

PräsLG Burghardt überbrachte sehr gerne die Glückwünsche für die Bayreuther Justiz.
Auszug aus der Pressemeldung des Weißen Rings:

Als Vertreter der Bayreuther Justiz sagte Landgerichtspräsident Matthias Burghardt:
“WR und Strafjustiz haben ja eine Gemeinsamkeit, die für uns beide selbstverständlich ist, sich für viele Betroffene und Opfer von Straftaten aber mitunter schmerzhaft anfühlt. Als Justiz und WR haben wir nämlich gemeinsam, dass wir beide immer zu spät kommen. Wenn wir beginnen tätig zu werden, sind Straftaten bereits begangen, Opfer schon zu beklagen.Und weil das so ist, sind wir in der Justiz sehr dankbar dafür, dass es die Institution des Weißen Rings gibt und vor allem, dass es so viele und immer wieder neue Ehrenamtliche gibt, die sich für den WR engagieren.Denn wir kommen zwar beide zu spät, aber unsere Aufgaben im Verlaufe eines Strafverfahrens sind völlig unterschiedlich, was dazu führt, dass wir uns hervorragend ergänzen“.

Auch das Thema Prävention sprach Präs. Burghardt an das dem WR am Herzen liegt. Dazu sagte er: „Die beste Prävention vor allem Gewaltprävention fängt eben nicht bei Gericht oder beim WR an, sondern im Kleinkinderalter, im Kindes- und Jugendalter. Wenn wir nicht endlich verstehen, dass wir das notwendige Geld und wirklich ausreichendes Personal in die Kitas, in die Schulen und in die Kinder- und Jugendbetreuung geben müssen, werden wir immer wieder und viel zu oft zu spät kommen“.Dem neuen Außenstellenleiter bietet Herr Burghardt eine enge Zusammenarbeit mit der Bayreuther Justiz an und wünschte eine glückliche Hand für die neue, verantwortungsvolle und manchmal sicher auch emotional belastende Aufgabe.

29. September 2021

Tag des Rechts am WWG

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Am 29.09.2021 veranstaltete das Wirtschaftswissenschaftliche Gymnasium in Kooperation mit dem Landgericht Bayreuth erstmalig in Bayreuth einen „Tag des Rechts“. Hierzu waren alle Oberstufenschüler der Bayreuther Gymnasien eingeladen.

Den teilnehmenden Schülern aus der Oberstufe wurde an diesem Tag Gelegenheit gegeben, sich mit unserem Rechtsstaat und verschiedenen Berufen, die in diesem Rechtsstaat tätig sind, auseinanderzusetzen und diese kennenzulernen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Schulleiter des WWG, Herrn Martin Schmidt, wurde den ca. 200 angemeldeten Schülern durch Herrn Präsidenten des Landgerichts Matthias Burghardt in der Aula des WWG eine kurze Einführung zum Thema gegeben.

Im Anschluss konnten die Schüler in drei Zeitschienen unterschiedliche Vorträge besuchen.

Wir freuen uns sehr, dass wir für diesen Tag zehn engagierte Praktiker aus den unterschiedlichsten Bereichen der Rechtsprechung, Rechtsanwendung und Rechtslehre gewinnen konnten, die den Schülern Einblicke in ihren Beruf aufzeigten und diese zum gegenseitigen Austausch animierten:

Durch Christopher Feulner von der Staatsanwaltschaft Bayreuth wurde den Schülern ein spannender Einblick in die Rolle des Staatsanwalts gegeben.

Michael Pietsch, Rechtspfleger am Landgericht Bayreuth, zeigte den Schülern, dass nicht nur Juristen in der täglichen Rechtsanwendung tätig sind und stellte den Schülern den diesen noch eher unbekannten Beruf des Rechtspflegers vor.

Clemens Haseloff, Richter am Landgericht Bayreuth, führte die Schüler in die Welt der Strafgerichtsbarkeit in Deutschland ein.

Einen weiteren Beruf, der mit der täglichen Rechtsanwendung unserer Gesetze und Verordnungen betraut ist, stellte Winfried Horcher, Dienstellenleiter des Amtes für Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Bayreuth, vor.

Den seltenen und daher oft heißt begehrten Beruf des Notars brachte Notar Hendrik Zuber vom Notariat Zuber & Dr. Simon aus Bayreuth den Schülern näher.

Vor aller Rechtsanwendung und Rechtsprechung kommt die Übung. Wie man das Recht an der Uni erlernt und wie man außerdem zum Thema Recht forscht, erzählten die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität Bayreuth, Thomas Funck und Nico Haug.

Einen völlig anderen Werdegang als ihn die meisten nach einem klassischen Jurastudium einschlagen kann Harald Petersen vorweisen und erzählte den Schülern von den (Un)-Tiefen des Unternehmertums und den Möglichkeiten des Finanzmarktes.

Natürlich darf die Tätigkeit des klassischen Rechtsanwalts bei den Berufsbildern in unserem Rechtsstaat nicht fehlen. Die Rechtsanwälte Alexander Loehr und Daniel Kaus von der Kanzlei F.E.L.S. aus Bayreuth stellten diese vor.

Neben der Strafgerichtsbarkeit wurde auch die zweite Säule der ordentlichen Gerichtsbarkeit vorgestellt. Richterin am Landgericht Bayreuth Katharina Roggenbrod brachte den Schülern die Tätigkeit einer Zivilrichterin näher.

Dass Staatsgewalt in Deutschland nicht grenzenlos ist, sondern ebenso an Recht und Gesetz gebunden ist und kontrolliert werden kann, erläuterte Richter am Verwaltungsgericht Bayreuth Michael Wutz.

4. und 12. August 2021

Kultur im Justizgarten

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Die Bayreuther Justiz ist schon immer bemüht, Bürgernähe zu schaffen und mögliche Berührungsängste gegenüber der ordentlichen Gerichtsbarkeit abzubauen. So wurde die Idee geboren, den Justizpalast und seine Umgebung einmal in anderer, ganz besonderer Weise zu präsentieren. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bayreuther Justiz fanden deshalb im Sommer 2021 im romantisch anmutenden Ambiente des Justizgartens öffentliche Kulturveranstaltungen statt. Im August führte dort das Ensemble des Fränkischen Theatersommer e.V. - Landesbühne Oberfranken zwei klassische Theaterstücke auf. 

Der Präsident des Landgerichts Bayreuth durfte am 04.08.2021 und am 12.08.2021 zahlreiche Gäste begrüßen, so am 12.08.2021 auch den Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth, den Vizepräsidenten der Regierung von Oberfranken sowie den Präsidenten des Oberlandesgerichts Bamberg und den Generalstaatsanwalt der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg. Auch Dr. Bernd Matthes, der Vorstand der Landesbühne Oberfranken, zeigte sich in seiner kurzen Begrüßungsansprache begeistert ob des Spielortes und der übergroßen Resonanz bei den Zuschauern. 

Mit den beiden Veranstaltungen konnte auch die weitere Intention des Landgerichts Bayreuth, Kulturschaffende aus Oberfranken zu unterstützen, die wie der gesamte Kulturbereich in den langen Monaten der Pandemie mit am stärksten unter den notwendigen Einschränkungen gelitten hatten, mit großem Erfolg umgesetzt werden. 

Am 4. August 2021 spielte das Ensemble des Fränkischen Theatersommer e.V. - Landesbühne Oberfranken unter der Regie seines Intendanten Jan Burdinski vor mehr als 170 Zuschauern das Stück „Don Quijote & Sancho Pansa“ nach dem Roman von Miguel de Cervantes.

Hierzu verwandelte sich der Garten der Justiz in ein Freilufttheater in besonders zentraler und vor allem historischer Lage. Die nicht besonders sommerlichen Temperaturen taten dem Interesse der Bevölkerung und dem Gelingen der Veranstaltung keinen Abbruch. 

Am 12. August 2021 fand der zweite öffentliche Theaterabend im Garten des Bayreuther Justizpalastes statt. Das Ensemble des Fränkischen Theatersommer e.V. - Landesbühne Oberfranken unter Mitwirkung seines Intendanten Jan Burdinski begeisterte mit der Shakespeare-Komödie „Ein Sommernachtstraum“ mehr als 220 Zuschauer. 

Nicht nur die hervorragende Aufführung, sondern auch die sommerliche Abendstimmung im wunderschönen Garten vor der romantisch beleuchteten Rückfassade des Justizpalastes als Kulisse vermochten dem Titel des Theaterstückes eine doppelte Bedeutung zu geben. 

9. Juni 2021

Studiengruppe der Technischen Universität München im Justizpalast

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Am 09.06.2021 besuchte eine Studiengruppe der Technischen Universität München (TUM) den Bayreuther Justizpalast. Im Rahmen ihres Masterstudiengangs für Architektur besichtigten die Teilnehmer, 14 Studentinnen und -studenten sowie 3 Lehrkräfte, das historische Gebäude, das sie für ihr Entwurfsprojekt „Planung eines Gerichtssaals im historischen Bestand“ ausgewählt hatten. Die Studiengruppe war dabei nicht nur an der Bausubstanz und der Architektur des Justizpalastes, sondern auch an den gerichtlichen Abläufen interessiert, um die hierbei gewonnenen Erkenntnisse in ihre Planungen einbeziehen zu können.

In den historischen Gerichtssälen (Schwur- und Zivilgerichtssaal) beantwortete der Präsident des Landgerichts Matthias Burghardt alle Fragen rund um die Gerichtsabläufe. Die Studentinnen und Studenten erfuhren hier auch, warum eine Präsenzverhandlung in einem Gerichtssaal für die Rechtsprechung und die Akzeptanz der Justiz bei den Bürgern nach wie vor eine nicht zu unterschätzende Bedeutung hat und warum dies in den meisten Fällen nicht durch eine digital durchgeführte Gerichtsverhandlung gelingen kann. Der Geschäftsleiter Frank Biller führte die Gruppe durch das Gebäude bis hinauf in den weitläufigen Dachboden, wo er Aufbau und Struktur des Justizpalastes erläuterte und die Teilnehmer der Studiengruppe einen unmittelbaren Raumeindruck von ihrem Studienobjekt gewinnen konnten. Für die Master-Studentinnen und -studenten der TUM bot der Besuch des Justizpalastes nicht nur die Möglichkeit einer an den Universitäten noch immer nicht möglichen Präsenzveranstaltung, sondern nach mehr als einem Jahr Pandemie auch Gelegenheit zum ersten direkten Austausch untereinander.

22. September 2020

Tagung des Bezirkspersonalrats in Bayreuth

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Es ist bewährte Tradition, dass die Mitglieder des Bezirkspersonalrats am Oberlandesgericht Bamberg jeden Justizstandort in Ober- und Unterfranken im Rahmen einer Sitzung besuchen. Die Besprechung am 22.09.2020 fand in Bayreuth statt und wurde mit einer Begrüßung vom Präsidenten des Landgerichts Burghardt eröffnet. Er stand zusammen mit dem Direktor des Amtsgerichts Bayreuth Breunig, dem Geschäftsleiter des Landgerichts Biller und der stellvertretenden Geschäftsleiterin des Amtsgerichts Ehrler für einen Austausch mit dem Gremium zur Verfügung.

So wurden etwa die Vorgehensweisen in der Corona-Pandemie reflektiert und über die personelle Situation gesprochen. Insgesamt konnte festgestellt werden, dass Einsatz, Motivation und Arbeitsklima im Landgerichtsbezirk Bayreuth außerordentlich gut sind und dass nicht zuletzt deshalb keine coronabedingten Rückstände entstanden sind.

Die Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung schilderte die Lage der Anwärter, deren Ausbildung wegen der Pandemie anders als gewohnt verläuft. Anschließend wurde in der internen Sitzung des Gremiums über einzelne Personalmaßnahmen abgestimmt. Schließlich wurden mit den Personalräten des Amts- und Landgerichts personalrechtliche Fragen erörtert. Für alle war der rege Austausch in angenehmer Atmosphäre gewinnbringend.

21. September 2020

Slowenischer Richter zu Gast in Bayreuth

siehe hierzu auch Pressemeldung Nr. 4/2020

16. September 2020

7. Sitzung des Bezirksrichterrats bei dem Oberlandesgericht Bamberg im Justizpalast Bayreuth

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Im Beisein des Präsidenten des Landgerichts Bayreuth, der Richterräte des Landgerichts und des Amtsgerichts Bayreuth sowie der Richterrätin des Amtsgerichts Kulmbach fand am 16. September 2020 die 7. Sitzung des Bezirksrichterrats bei dem Oberlandesgericht Bamberg im Justizpalast Bayreuth statt.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Bezirksrichterrats am Oberlandesgericht Bamberg Dr. Dirk Diehm sowie einem Grußwort des Präsidenten des Landgerichts Bayreuth Matthias Burghardt erörterten die Teilnehmer justizinterne Verwaltungsangelegenheiten und aktuelle Fragen der Rechtspflege, u.a. erfolgte eine Darstellung aktueller Bauvorhaben im Landgerichtsbezirk Bayreuth und ein Erfahrungsaustausch zum richterlichen Bereitschaftsdienst. Auf der Tagesordnung standen vorwiegend personelle und organisatorische Themen, insbesondere Erfahrungen und Ausblicke im Hinblick auf die nach wie vor zu bewältigende Corona-Pandemie. Weiterhin wurden gerichtsinterne Sicherheitsfragen und aktuelle Entwicklungen im Oberlandesgerichtsbezirk Bamberg erörtert.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen fand die Sitzung des Bezirksrichterrats einen gelungenen Ausklang.

23. Januar 2020

Amtswechselfeier

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Der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz, Ministerialdirektor Prof. Dr. Frank Arloth, vollzog am 23. Januar 2020 feierlich den Amtswechsel an der Spitze des Landgerichts Bayreuth. 
Er verabschiedete Prof. Dr. Jörn Bernreuther, der zum 1. Oktober 2019 in den Ruhestand getreten ist. Gleichzeitig führte er Matthias Burghardt in das Amt des Landgerichtspräsidenten ein.

2019

Referenten der U.S. Army zu Gast bei den Referendaren

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Im Rahmen der Juristenausbildung am Landgericht fand auch 2019 wieder die jährliche Informationsveranstaltung zum US- amerikanischen Recht statt. Referenten vom Staff Judge Advocate der U.S. Army erläuterten den Referendarinnen und Referendaren in englischer Sprache die Grundlagen des US-Rechtssystems, z. B. den Ablauf eines Strafverfahrens.