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Landgericht Bayreuth

Justiz ist für die Menschen da – Recht Sicherheit Vertrauen

Pressemitteilung 1/2026 vom 9. Februar 2026

Landgericht Bayreuth stellt sich für die Zukunft auf

Auf nahezu jedem Wahlplakat für die anstehenden Kommunalwahlen ist es aktuell zu lesen: Man will für die Zukunft rüsten, mehr Bürgernähe schaffen, den Abbau von Bürokratie vorantreiben und den Umweltschutz noch besser ins Visier nehmen. Doch nicht nur in der aktuellen Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik stehen diese Themen im Fokus, sie sind auch seit langem ein besonderes Anliegen der Bayreuther Justiz. Einige Projekte konnten bereits umgesetzt werden, andere sind konkret in Planung, bei einigen fehlt lediglich noch das „Go!“ zur Finanzierung aus München.

Nicht Bürger verschicken, sondern Akten!

Unter diesem Motto möchte das Landgericht in diesem Jahr das seit langem geplante Projekt der Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für Bürger in allen Rechtsangelegenheiten vorantreiben. 

Hierzu Matthias Burghardt, der Präsident des Landgerichts: Bislang müssen wir es den Bürgern zumuten, unter vier Gebäuden das jeweils richtige und auch dort die passende Abteilung für ihre Rechtsangelegenheiten herauszusuchen. Ob das nun Grundbuch-, Nachlass- oder Betreuungsangelegenheiten, Zivil-, Straf-, Insolvenz- oder Familiensachen betrifft, für jede verschiedene Angelegenheit ist die jeweilige Gerichtsabteilung von Amts- oder Landgericht zuständig.  Und so passiert es regelmäßig, dass die Bürger vom Justizpalast in eine der drei anderen Justizgebäude verwiesen werden oder innerhalb des Justizpalastes erst einmal in die richtige Abteilung geschickt werden müssen. Gerade für ältere Menschen, die häufig nicht elektronisch kommunizieren wollen oder können, sei dies oft eine Zumutung. Mit einer zentralen Anlaufstelle, der sog. Bürgerstelle, die unmittelbar neben dem Haupteingang des Justizpalastes eingerichtet werden soll, wird das Ziel verfolgt, dass dort auf kurzem Weg sämtliche Rechtsangelegenheiten vorgetragen und im besten Falle gleich erledigt werden können. 

Die Umsetzung der seit Jahren bestehenden Pläne scheitert bislang allein an der Finanzierung, denn auch die Justiz ist gezwungen, erhebliche Einsparungen vorzunehmen. Das Landgericht ist aber zuversichtlich, dass das Projekt noch in diesem Jahr ein großes Stück vorankommt, denn Bürgerfreundlichkeit, Modernität der Justiz und leichter Zugang zu Gericht für alle sind, so Burghardt, wichtige Anliegen der bayerischen Justiz, was sie in ihrem Motto „Justiz ist für die Menschen da“ schließlich deutlich zum Ausdruck bringt, und was auch von der Präsidentin des OLG Bamberg anlässlich ihrer diesjährigen Rede zum Neujahrsempfang noch einmal besonders hervorgehoben wurde. 

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Fahrradstand

Mit der Eröffnung eines neuen Fahrradunterstandes kommt das Landgericht seinem Ziel, die Justizgebäude in Bayreuth insgesamt nachhaltig und umweltfreundlich zu gestalten, ein gutes Stück näher. Ohne zusätzliche Flächenversiegelung entstand an der Stelle von drei vorhandenen PKW-Parkplätzen eine doppelstöckige Fahrradgarage für insgesamt 24 Fahrräder. Das Dach des Unterstandes wurde zudem begrünt und alle Abstellplätze gewährleisten eine sichere, auch wettersichere Unterbringung selbst hochwertiger Fahrräder. 

Absperrbare Lademöglichkeiten für Akkus von E-Bikes und ein Reparaturset runden das attraktive Angebot für alle Justizangehörigen ab, für den Weg zur Arbeit, wann immer möglich, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Dies mit dem Ziel, nicht nur die Justiz, sondern auch die Bayreuther Innenstadt vom Autoverkehr zu entlasten. 

Die Nachhaltigkeitsbestrebungen des Landgerichts gehen auch an anderer Stelle weiter: So wurde neu auf einem der Dächer des Justizgebäudes II in der Wilhelminenstraße eine Photovoltaikanlage installiert. Auch im Justizgebäude IV in der Leopoldstraße tut sich etwas in Sachen Nachhaltigkeit: Hier ist die Umrüstung von Gas auf eine Wärmepumpenheizung bereits beauftragt und wird im Jahr 2026 erfolgen.