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Generalstaatsanwaltschaft Bamberg

Pressemitteilung 8/2026 vom 12.03.2026

Durchsuchungen bei Heilerziehungspfleger einer Kindertagesstätte

Bamberg/Bayreuth. Weil er während seiner Arbeitszeit Bild- und Videoaufnahmen von ihm in einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung betreuten Kindern und Jugendlichen gefertigt haben soll, die das Gesäß und die Geschlechtsteile, teilweise unbekleidet, zeigen, ermitteln die Zentralstelle Cybercrime Bayern und die Kriminalpolizeiinspektion Bayreuth gegen einen 33-jährigen Heilerziehungspfleger.

Nach einem Hinweis aus den USA durch das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), wonach zahlreiche Videos mit kinderpornographischen Inhalten auf eine Cloud hochgeladen wurden, ergaben die durchgeführten Ermittlungen einen Anfangsverdacht gegen einen 33-jährigen Heilerziehungspfleger.

Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung in mehreren Durchsuchungsobjekten in den Landkreisen Kulmbach und Hof u.a. wegen des Besitzes kinderpornographischer Inhalte wurde eine Vielzahl von elektronischen Speichergeräten sichergestellt. Die sofort durchgeführte erste Sichtung der sichergestellten Gegenstände erhärtete die Verdachtsmomente gegen den Heilerziehungspfleger. Zudem ergaben sich Hinweise, dass die Bild- und Videoaufnahmen während seiner Arbeitszeit in der Tagesstätte für Menschen mit Behinderung in den Jahren 2025 und 2026 gefertigt wurden, wobei er die Hilfsbedürftigkeit der von ihm betreuten Personen ausnutzte. Vereinzelt soll er die Betreuten entkleidet und mit seinen Fingern den Intimbereich berührt haben, um diesen filmen bzw. fotografieren zu können.

Basierend auf den neuen Erkenntnissen erließ der Ermittlungsrichter auf Antrag der Zentralstelle Cybercrime Bayern einen Haftbefehl. Der Beschuldigte befindet sich seither in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den Geschädigten dauern an.